Archive for the ‘Einpersonenhaushalt’ Category

Meine vegetarische Moussaka mit Kartoffeln

Thursday, May 20th, 2010

Beim Aldi gab es letzte Woche sehr günstige Auberginen. Manche behaupten Aubergine schmecke nach nichts, aber gerade ihre zurückhaltende Note macht sie so vielseitig verwendbar. Aus Rezeptbestandteilen meiner vegetarischen Lasagne, ein paar Inspirationen aus meinem griechischen Kochbuch sowie einer Handvoll Kartoffeln habe ich daraus einen Auflauf gemacht.

Das braucht man für 3-4 Personen:

8 mittelgroße Kartoffeln
1,5 Auberginen

Die Auberginen in Scheiben schneiden, in einer Schüssel mit Wasser und Salz bedecken, ziehen lassen. Die Kartoffeln waschen, als Pellkartoffeln ca. 30 min kochen bis sie so gut wie gar sind. Währenddessen die fleischlose Sauce zubreiten.

Die fleischlose Sauce:

1 Dose Tomaten
1/2 Packung Feta, gewürfelt
1 Handvoll Rosinen oder Korinthen
1 Handvoll gehackter Pinienkerne, alternativ Sonnenblumenkerne
Oregano und Petersilie, frisch
1 Handvoll roter Linsen
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe

Zwiebeln und Knoblauch fein hacken. In einem Topf in 2 Esslöffeln Olivenöl goldgelb anbraten. Dann die Dose Tomaten sowie die Linsen dazugeben und ca. 15 min köcheln lassen. Gegebenenfalls muss man noch etwas Wasser hinzugeben, je nach dem wie viel Flüssigkeit die Linsen aufsaugen. Hitze reduzieren bzw. Platte ausschalten und die restlichen Zutaten unterrühren. Mit Salz sowie Pfeffer pikant abschmecken. Beiseite stellen und ziehen lassen.

Nun die Auberginenscheiben abgießen, in einer Pfanne reichlich Öl erhitzen und je nach Pfannengröße die Auberginenscheiben in einer oder zwei Durchgängen von beiden Seiten anbraten bis sie schön gar sind. Gebratene Scheiben in eine mit Küchenpapier ausgekleidete Schüssel legen, so dass überschüssiges Fett aufgesaugt wird. Kartoffeln zwischenzeitlich abgießen. Wenn man die Auberginen fertig angebraten hat, Kartoffeln pellen und in Scheiben schneiden. Ofen auf 150 Grad Celsius vorheizen, Auflaufform bereit stellen.

Bechamelsauce a la greco:

4 EL Mehl
3 EL Butter
140 ml Milch
Salz
Pfeffer
Muskantnuß
1/2 Packung Feta, gewürfelt

In einem Topf Butter schmelzen, Mehl einrühren und anschwitzen. Milch vorsichtig zugießen und rühren, rühren, rühren, damit keine Klümpchen entstehen. Zum Schluss den zerbröselten Feta druntermischen, gut durchrühren bis eine glatte Masse entsteht und beiseite stellen. Ich hatte fast etwas zu wenig Bechamelsauce, daher habe ich hier die Mengen etwas nach oben skaliert.

Das große Finale:

Eine Schicht Kartoffeln in die Auflaufform legen, dann eine Schicht Auberginenscheiben. Darauf kommt dann die fleischlose Sauce. Dann wieder eine Schicht Kartoffeln, gefolgt von den restlichen Auberginen. Als Krönung dann die Bechamelsauce oben drauf. Alles schön mit der cremigen Sauce bedecken, damit im Ofen nichts austrocknet. Bei 150 Grad backen bis die obere Schicht goldgelb schimmert. Am besten ca. 35 Minuten, variiert natürlich je nach Ofen.

Man kann in diesem Auflauf auch gut Reste von gekochten Kartoffeln verstecken. Die Herstellung erforderte etwas mehr Aufmerksamkeit, daher gibt es nicht ganz so viele Fotos wie sonst. Immerhin habe ich vom fertigen Produkt eins gemacht, allerdings erst, nachdem schon die Horden darüber hergefallen waren. Dazu gab es einen großen bunten Salat. Bon Appetit.

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Kichererbsensalat a la Auntie Bonnie

Thursday, May 13th, 2010

Da ich noch eine winzigen Rest Kichererbsen im Schrank hatte,  habe ich heute als Abendbrot-Snack Kichererbsensalat nach einem Rezept von Vegan-Queen Sara Kramer gemacht. Das war von langer Hand geplant, denn die Kichererbsen mussten eingeweicht und gekocht werden. Habe ich übrigens auch zum letzten Mal gemacht, denn selbst nach 3 h Kochen sind sie noch nicht so schön mürbe wie die vorgekochten Exemplare aus der Konserve…

Man nehme:

Eine Dose bzw. zwei große Handvoll gekochter Kichererbsen. Abgießen und in eine Salatschüssel geben.

Weitere Zutaten:


2 kleine oder 1 große, reife Tomate
ein wenig Zwiebel (ich hatte noch weiße da, aber auch rote oder Frühlingszwiebeln gehen)
1 Knoblauchzehe
frische Petersilie
2 EL Olivenöl
1 EL Rotweinessig
1/2 EL Zitronensaft
Salz
frisch gemahlener Pfeffer

Zwiebeln, Knoblauch und Petersilie fein hacken. Zusammen mit den ebenfalls gewürfelten Tomaten zu den Kichererbsen geben. Umrühren. Mit Olivenöl, Essig, Zitronensaft, Salz sowie Pfeffer würzen. Wichtig: vor Verzehr  sollte der Salat mindestens 1h ziehen, damit die Kichererbsen den Geschmack der Salatsauce gut annehmen können.

Dazu passen Baguette oder Bauernbrot. Eignet sich bestimmt auch gut als Salat zu einer Grillfeier oder als Snack für das Mittagessen im Büro. Dabei vielleicht mit dem Knoblauch etwas sparsam sein, zwengs der Kollegen.  Bon Appetit.

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Tipp der Woche: TK-Suppengrün

Monday, May 10th, 2010

Wer nur für eine Person kocht, wird keinen Vorrat an frischem Suppengrün (aka eine Knolle Sellerie, eine Handvoll Möhren, ein paar Stangen Porree, ein Topf Petersilie) anlegen. Für den Fall kann ich uneingeschränkt tiefgekühltes Suppengrün empfehlen. Für – wie der Name schon sagt – Suppen und Eintöpfe, aber auch zum Aufpeppen von Pastasauce sowie Fleischgerichten. Wer wie ich nur über ein sehr kleines Tiefkühlfach verfügt, kauft am besten die kleine Verpackungseinheit (siehe Bild, ähnlich wie TK-Kräuter). Besitzer einer XXL-Tiefkühltruhe können einen der ebenfalls erhältlichen, größeren Beutel mit tiefgefrorenem Suppengemüse zwischen die Schweinehälften, Pizzas und Pommes quetschen. Bon Appetit.

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Resteverwertung: Coucousbällchen aus dem Ofen

Tuesday, March 23rd, 2010

Ich hatte mich mal wieder verschätzt beim Couscous kochen und noch eine halbe Müslischüssel übrig. Um mal was Neues auszuprobieren, habe ich mir folgendes Rezept ausgedacht: Couscousbällchen. Ich habe sie im Ofen gebacken, weil ich Angst hatte, dass sie mir in der Pfanne zerbröseln.

Die Zutaten:

Zu der Couscousmenge 1-2 Eier , 1 Esslöffel Olivenöl und 1-3 Esslöffel Magerquark geben, ja nach Restmenge Couscous. Ordentlich salzen, pfeffern und außerdem noch eine Handvoll geriebenen Parmesan unterrühren.

Dann eine große Möhre sehr fein hobeln, unter die Masse geben und verrühren. Ist die Konsistenz zu trocken, noch einen Esslöffel Magerquark dazu geben. Ist die Konsistenz sehr feucht, so kann man dem mit einer handvoll Haferflocken Abhilfe schaffen.

Ab in den Ofen:

Aus der Masse kleine Bällchen formen, auf ein Blech setzen und in den auf 180°C vorgeheizten Ofen geben. 25 Minuten bei Ober-Unterhitze backen. 5 Minuten vor Ende der Backzeit Bällchen umdrehen.

Couscousbällchen mit Kräuterquark:

Dazu schmecken Radieschen und ein selbstgemachter Kräuterquark als Dip. Dafür nimmt man:
4 Esslöffel Magerquark
1 Esslöffel Frischkäse
5 Esslöffel Milch
gemischte Kräuter aus dem Tiefkühler
1 viertel Zwiebel,extra fein gehackt
reichlich Salz
Alles gut miteinander verrühren, am besten klappt das mit einem Schneebesen.

Man kann die Bällchen gut kalt essen, als Snack in der Mittagspause oder auch auf einem großen Salat. Wenn man die Bällchen nicht mit Resten, sondern mit extra dafür zubereiteten Couscous machen möchte, dann würde ich diesen mit Gemüsebrühe ansetzen. Dann werden die Bällchen vermutlich noch geschmackiger und man kann die Salzmenge etwas reduzieren. Bon Appetit.

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Resteverwertung “Altes Brot”: Der Scheiterhaufen

Monday, March 8th, 2010

Ich bin kein Fan von süßen Hauptgerichten. Überhaupt nicht. Süß? Nur als Nachspeise.
Aber mein Horoskop hat gesagt “Wage mal was Neues”, also habe ich heute aus altbackenem, 6 Tage altem Weizenmischbrot einen Scheiterhaufen gemacht.

Scheiterhaufen bauen:

Altbackenes Brot in Stücke schneiden, in mit Milch verquirlten Eiern kurz wenden, dann abwechselnd mit Apfelschnitzen, Rosinen und Mandelsplittern in eine gefette Auflaufform schichten. Die Milch-Ei-Mischung mit Vanillezucker, etwas normalem Zucker und Zimt nochmal verquirlen und über die Masse geben.10 Minuten ziehen lassen, damit sich das Brot komplett vollsaugen kann. Im Ofen bei 160°C je nach Menge 30 – 45 Minuten goldbraun backen. Ich habe die Menge der Milch-Ei-Mischung nach Gefühl gemacht, ähnliche Rezepte gibt es hier und hier.

Scheiterhaufen lichterloh:


Sieht gut aus, riecht gut und schmeckt phänomenal! Ich kann diese Restverwertung für altes Brot oder Semmeln wärmstens empfehlen. Dazu schmeckt Kompott, Vanille-Soße oder Eis. Bon Appetit.

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Tipp der Woche: Bring back the Pausenbrot

Wednesday, February 17th, 2010

Das gute alte Pausenbrot. Bei dem Wort riecht man schon den Muff von Schulturnhallen, Aulen und erinnert sich an die informativen Stände von Ernährungsberatern, die einem die Milchschnitte ausreden wollten. Zwei Jahrzehnte später muss ich neidlos anerkennen: es ist was dran am Pausenbrot. Einfacher, gesünder und billiger als ein Stulle ist kaum eine andere Form der Unterwegsernährung. In einem Pausenbrot lassen sich gut Reste verarbeiten, man kann es am Schreibtisch, aber auch auf einer Parkbank essen und im Netz findet man viele inspirierte Rezepte für Luxuspausenbrote. Die heißen heutzutage Sandwich oder Wrap, weil Pausenbrot der Gourmetelite zu sehr nach Reihenhauseigenheim und Turnbeutel klingt.

Hier ein paar nützliche Links für alle, die wie ich dem Pausenbrot eine zweite Chance geben:
Ein Definition findet man auf der allwissenden Müllhalde Wikipedia
Die Brigitte liefert für Muttis eine Reihe von Rezeptideen erwähnt aber, “dass man die auch mit ins Büro nehmen kann”. Ach..
Essen&Trinken hat ebenfalls in seinem Onlineangebot eine eigene Kategorie Sandwiches/Brote.
Die ultimative Pausenbrot-Fanseite auf www.butterbrot.de !

Extratipp

Zum Verpacken von Pausenbroten sind Bäckerei- und Gemüsetüten gut geeignet. Obwohl wir mittlerweile versuchen, mit eigenem Brotbeutel einkaufen zu gehen, hat man doch immer wieder Papiertüten vom Semmelkauf daheim. Nicht wegwerfen!

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Mein vegetarischer Pie

Sunday, February 14th, 2010

Inspiriert durch das englische Nationalgericht “Shepherds Pie” sowie einem ähnlichen, vegetarischen Ableger aus dem Kochbuch, habe ich eine eigene Version kreiert, die etwas saftiger und herzhafter ist, so dass man das fehlende Fleisch nicht vermisst. Yummy!

Zutaten:

600g Kartoffeln, am besten mehlig kochende, sowie
Milch, Butter, Salz, Pfeffer, Muskatnuss, etwas Schmand für das Kartoffelpüree. Ideal natürlich, wenn man von einem anderen Gericht noch größere Menge Püree übrig hat – Resteverwertung deluxe!

250 g Champignons
1/2 Zwiebel
1-2 Knoblauchzehen
3 Stangen Staudensellerie
3 mittelgroße Möhren
eventuell kleinere Menge Gemüsereste, Linsen etc.
1 TL gekörnte Brühe oder Hefebrühe
1-2 TL Tomatenmark
Oregano
Parmesan
Salz, Pfeffer

Step 1:
Kartoffeln kochen.

Step 2:

Zwiebeln und Knoblauch fein hacken und in 1 EL Olivenöl bei mittlerer Hitze sanft anschmurgeln.

Step 3:

Den Sellerie, die Möhren sowie etwaige Gemüsereste klein hacken und zusammen mit Zwiebeln und Knoblauch anbraten. Mit etwas Wasser oder Weinresten ablöschen, Brühe, sowie Tomatenmark zugeben und bei mittlerer Hitze köcheln lassen.

Step 4:

Pilze putzen und in hauchdünne Scheiben schneiden. Zum Gemüse geben, mit Salz, Pfeffer und Oregano würzen. Weiter köcheln lassen. Wenn die Kartoffeln gar sind, abgießen und Kartoffelpüree daraus machen. Ich gebe hier ein bisschen Schmand dazu, weil das Püree damit etwas herber schmeckt, was gut zum Pie passt.
Fertiges Kartoffelpüree beiseite stellen und den Ofen auf 180 °C vorheizen.

Step 5:

Prüfen, ob das Gemüse gar ist. Sellerie und Karotten dürfen nur noch ein kleines bisschen bissfest sein. Gares Gemüse vorsichtig (heiß!) in die Pieform geben.

Step 6:

Kartoffelpüree vorsichtig über dem Gemüse verteilen. Etwas Parmesan drüber reiben und dann für ca. 20 Minuten im Ofen überbacken. Dazu schmeckt ein Feldsalat mit einem würzigen Essig-Öl-Dressing. Reste eignen sich hervorragend zum aufwärmen und für die Lunchbox. Bon Appetit.

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Ein Blick ins Gewürzregal I: Eine erste Auswahl

Wednesday, February 3rd, 2010

Heute gewähre ich einen ersten Einblick in mein Gewürzregal. Wie man sieht, bin ich großer Recycling-Fan: ein Großteil der Gewürze wird in Nachfüllpacks gekauft und findet seinen Weg in alte Pesto-, Oliven-, Kapern- und Marmeladengläser. Es geht in diesem Post um eine erste Einführung in Standardgewürze meiner Küche -  da ist längst nicht alles dabei, was andere für unentbehrlich halten, zum Beispiel Paprikapulver oder Cayennepfeffer, aber diese Gewürze verwende ich kaum. Die herrlichste Art, Essen schmackhaft zu machen, sind immer noch frische Kräuter. Aber ein Blick nach draußen (Schneeregen) und aufs Thermometer (-1° Grad) zeigt: es ist der Kräuter Jahreszeit nicht. Daher muss dieser Teil der Speisekammer an anderer Stelle und zu anderer Zeit behandelt werden.

Pfeffer: Neben Salz das wohl am häufigsten verwendete Gewürz. Beliebt auch zum Würzen von Sprichwörtern (“Wo der Pfeffer wächst”, “Pfeffer in den A***”). Ich bevorzuge die bunte Variante frisch gemahlen aus der Pfeffermühle. Richtige Köche haben für jede Art von Gericht eine eigene Pfeffersorte (weiß fürs Kartoffelpüree, grün für Steaks, etc.pp), ich mags lieber einfach.

Zimt: Finde ich unverzichtbar für Curries, manchen Eintopf und in Zucker-und-Zimt als Verfeinerung von süßen Speisen. Wer morgens schwer in die Gänge kommt, dem sei folgendes empfohlen: Eine Tasse schwarzen Kaffee, Zimt in reichlicher Menge rein, nach Belieben Milch und Zucker. Der Zimt kickt nochmal extra. Man kann aber auch einfach früher ins Bett gehen.

Muskatnuss: In Kartoffelpüree, Bechamelsoße und Cremesuppen. Auch für manches Backwerk. Meine Exemplare waren ein Urlaubmitbringsel aus der Karibik, die schwarz glänzende Nuss im Bild ist noch in ihrer Außenschale. Hat eine Weile gedauert, bis ich gemerkt habe, dass man die Dinger erstmal knacken muss…

Lorbeerblätter: Kommen in Suppen und Eintöpfen gut. Glücklich kann sich schätzen, auf wessen Balkon  dieser Strauch gedeiht. Romantisch sind Lorbeerblätter als Mitbringsel aus dem mediterranen Urlaub. Bekannt und beliebt auch bei den Römern, die aber ihre verdienten Häupter damit geschmückt haben, anstatt ihre Gerichte.

Oregano: Getrocknete Version für den Winter. Wächst in vielerlei Varianten und ist in unseren Breiten als Dost zu finden. Mein Strauch ist aktuell unter einer Eisschicht begraben. Oregano braucht man für die weltbeste Tomatensoße von Violetta. Die hat mir auch eine Grundregel der italienischen Küche erklärt: Oregano und Knoblauch, Basilikum und Zwiebeln. Das ist die richtige Paarung, alles andere ist Sodom und Camorrah.

Rosmarin: Gibt Minestrone und anderen südländischen Eintopfgerichten den charakteristischen Geschmack. Auch gut zu diversen Braten. Wer kann, sollte sich einen Rosmarinstrauch anschaffen, die kleinen Zweiglein kann man dann einfach in die Suppen oder zum Fleisch geben und nach dem Garen wieder entfernen. Vorsicht bei getrocknetem Rosmarin: nicht in zu heißem Öl andünsten, schmeckt sonst bitter.

Basilikum: Klassiker der italienischen Küche. In getrockneter Form für Nudelsoßen und Eintöpfe. Frisch für Caprese und als Salatgarnitur.

Kümmel: Wer gerne Sauerkraut isst, kann auf Kümmel nicht verzichten. Er entschärft blähende Speisen und ist auch sonst bei einem angegriffenen Magen gut. Lecker auch auf einem Quarkbrot. Wenn man neue Kartoffeln kocht, sollte man dem Kochwasser Kümmel zugeben, dann werden die Kartoffel leichter bekömmlich.

Koriander: Für asiatische sowie arabische Gerichte und Eintöpfe. Ich habe momentan die geschrotete Variante, es gibt ihn aber auch als fein gemahlenes Pulver. Wer einen gut sortierten Asialaden in der Nähe hat, kann manchmal frischen Koriander erstehen, den man allerdings erst beim Servieren über die Speisen gibt, ähnlich wie unsere Petersilie.

Nelken: Zum Einkochen von Obst sowie für diverse Curries. Außerdem kann man einen wärmenden Wintertee machen, indem man beim Aufbrühen von normalem Schwarztee einen Nelke zugibt. Nelken werden auch zum Würzen von Wildgerichten verwendet.

Dill: Kein Gurkensalat ohne Dill. Für mich zumindest. Dill ist außerdem lecker zu Fisch. Schmeckt nach Mittsommer und Skandinavien. Ist getrocknet ebenso gut wie frisch.

Curry: Ist eine Gewürzmischung. Ich habe früher immer selbst gemischt, aber nachdem ich keinen Asialaden in der Nähe habe, bin ich wieder zum einfachen Fertigpulver zurückgekehrt. Für indische Eintopfgerichte, Kürbissuppen und Fleischgerichte. Mehr über Curry und seine Varianten findet man hier.

Ingwer: Der Gesundmacher. Ist eine Erkältung im Anflug, einfach ein Stück der Knolle schälen und mit heißem Wasser überbrühen. Lange ziehen lassen. Einen Liter mit Honig gesüßt trinken, schwitzen. Und dann braucht man Ingwer natürlich für eine große Paletten von asiatischen Gerichten. Ich tue außerdem immer ein Stück in meine Hühnersuppe.

Petersilie: In getrockneter Form gut geeignet für Salatsoßen. Ich lassen dazu die getrockneten Röllchen immer ein bißchen im Salatöl einweichen. Gibt es auch tiefgefroren, diese Art eignet sich zum Garnieren von Gerichten. Kommt in fast alle Suppen, Brühen, Eintopfgerichte. Frische Petersilie gibt es rund ums Jahr im Gemüseregal des Supermarktes, ist aber recht teuer, oft schlapp und nur zu empfehlen, wenn man schick kocht und was schön anrichten möchte. Im Sommer sollte man sich ein Töpfchen Petersilie auf dem Fensterbrett oder Balkon halten.

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Wintersalate: Fenchel-Apfel-Chicoree Salat mit Dattelvinaigrette

Saturday, January 23rd, 2010

Winter ist in Bezug auf frischen Salat eine traurige Zeit. Das einzige was frisch ist, ist das Wetter. Kopfsalat, Eisbergsalat (der Name täuscht, er wächst nicht in Grönland!) und Gurken sind fad, schmecken höchstens nach Kunstdünger und sind TEUER! Aber: nicht verzagen. Es gibt leckere Alternativen und davon möchte ich eine vorstellen: der Fenchel-Apfel-Chicoree Salat mit Dattelvinaigrette. Chicoree ist klassiches Wintergemüse und momentan relativ günstig zu erhalten.

Man nehme:

Je nach Personenzahl:

1 -2 Knollen Fenchel

1 -2 Stauden Chicoree

1/2 -1 Apfel, säuerliche Sorte (hier: Rubinette)

Für die Vinaigrette:

4-6 Datteln (getrocknet oder frisch)

2-4 Esslöffel Olivenöl

Zitronensaft, Salz, Pfeffer, etwas Wasser

Zuerst die Vinaigrette machen. Dazu die Datteln fein würfeln, Olivenöl, Zitronensaft, Wasser, Salz und Pfeffer nach Geschmack dazugeben und zu einer cremige Sauce rühren. Man kann das auch im Shaker machen oder, wer es ganz fein mag, das Ganze pürieren.

Dann den Apfel und den Fenchel in feine Scheiben schneiden und sofort mit der Vinaigrette vermengen. So vermeidet man, dass beide braun werden.

Chicoree waschen, halbieren, Strunk rausschneiden und in feine Streifen schneiden. Zum Salat geben.

Dazu schmeckt Bauernbrot mit Butter, der Salat ist aber auch ein prima Begleiter zu Bratengerichten. Bon Appetit.

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Meine schnelle vegetarische Lasagne

Monday, January 18th, 2010

In einer vegetarischen Lasagne kann man gut Gemüsereste unterbringen, zum Beispiel olle Möhren, Sellerie oder Auberginen. Es gehen auch gut Zucchini, Fenchel und Pilze, die ich aber alle nicht da hatte. Die roten Linsen liefern Proteine und geben der fleischlosen Füllung eine cremige Konsistenz.

Zutaten für 3-4 Personen:


Für die fleischlose Füllung:
1 größere Aubergine
2 Möhren
2 Stangen Staudensellerie
1 handvoll gewürfelter Knollensellerie
1 halbe Zwiebel
1-2 Knoblauchzehen
5 Esslöffel rote Linsen
1 Dose gewürfelte Tomaten
Salz
Pfeffer
Gemüsebrühe
Rosmarin
Oregano
Olivenöl zum Anbraten

Für die Bechamelsauce:
0,9 l Milch
50g Butter
50g Mehl
etwas Schmand
viel geriebene Muskatnuss
Salz, Pfeffer

Außerdem:
Ich habe Lasagneplatten OHNE Vorkochen von Barilla verwendet. Das geht schneller und die brauchen nur 20 Minuten im Ofen. Gut für Eilige.
Parmesan braucht man auch.

Füllung sin carne:

Die Aubergine würfeln und in Salzwasser einlegen.
Möhren und Stangensellerie waschen und in dünne Scheiben schneiden.
Zwiebel und Knoblauchzehe fein würfeln.
Das Olivenöl in einer Pfanne erhitzen.
Dann Zwiebel und Knoblauch bei mittlerer Hitze anschwitzen, bis sie schön glasig sind. Den gewürfelten Sellerie, die Möhren, den Stangensellerie dazugeben. Unter Rühren anschwitzen. Die Auberginenwürfel abgießen, etwas auspressen und mit den Linsen in die Pfanne geben. Kurz nochmal anbraten, dann mit den Tomaten aus der Dose aufgießen.
Mit Salz, Pfeffer, einem Teelöffel Gemüsebrühe sowie Rosmarin und Oregano würzen. Eventuell etwas Wasser zugießen, und auf kleiner Flamme so lange köcheln, bis man mit den anderen Kram fertig ist, mindestens jedoch bis die Linsen weich sind.

Die Bechamelsauce:


Die Bechamelsauce ist das Herzstück der Lasagne. Man verwende sie reichlich, denn sie sorgt dafür, dass die Lasagneplatten schön weichgaren in Ofen.
In einem Topf Butter schmelzen. Achtung: nicht zu heiß werden lassen!
Das Mehl darin anschwitzen, bis es goldgelb ist. Vorsichtig mit der Milch angießen und dabei rühren, rühren, rühren.
Topf von der Platte nehmen und weiterühren, bis die Bechamelsauce eine schön cremige Konsistenz hat. Sie darf nicht zu dick sein, sollte das passieren, einfach noch ein bißchen angewärmte Milch unterühren. Mit Muskatnuss, Salz und Pfeffer würzen. Ich hatte noch Rest von Schmand im Kühlschrank, die ich zum Schluss dazugegeben habe. Das sorgt für einen frischen, leicht säuerlichen Geschmack, der gut zum Gemüse passt.

Schichtenlook:


Ofen auf 200° C vorheizen und mit dem Schichten in eine Auflaufform beginnen.
1. Schicht: Bechamelsauce
2. Schicht: je nach Auflaufformgröße 2-3 Lasagneplatten
3. Schicht: Bechamelsauce
4. Schicht: Fleischlose Füllung
5. Schicht: ein bißchen geriebener Parmesan
6. Schicht: 2-3 Lasagneplatten
7. Schicht: Bechamelsauce
8. Schicht: Fleischlose Füllung
9. Schicht: ein bißchen geriebener Parmesan
10. Schicht: 2-3 Lasagneplatten
11. Schicht: Fleischlose Füllung
12. Schicht: Bechamelsauce und jede Menge geriebener Parmesan

Wichtig ist, dass die Lasagneplatten immer komplett mit Sauce bedeckt sind, herausguckende Ecken werden nämlich knusprig hart und Lasagne soll ja cremig weich sein. Also alles schön verteilen. Sieht letztendlich so aus:

Ab in den Ofen und bei 200° C 20 Minuten backen. Die Zubereitung dauerte alles in allem ca. 45 Minuten. Ein Foto der fertigen Lasagne exisitiert nicht, weil der Hunger mal wieder größer war … Dazu passt gut ein großer bunter Salat. Bon Appetit.

Tipp:
Die Lasagne schmeckt auch aufgewärmt hervorragend, wenn nicht sogar besser. Man kann sie also Abends gut vorbereiten für den nächsten Tag oder Reste mit ins Büro nehmen und dort unter neidvollen Blicken Leberkassemmel essender Kollegen verspeisen.

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