Archive for the ‘Saisonal’ Category

Herbstimpressionen

Tuesday, November 8th, 2011

Was für ein wunderbarer, langer Herbst. Mit Novembernachmittagen im Wald, Kaffee trinken im Sonnenschein und goldgelbem Blätterregen – dem einzigen Regen seit langem. Ich liebe Herbst, und käme danach nicht Winter und grau und Winter und kalt und Winter und dunkel und eben WINTER, wäre ich nicht nur glücklich, sondern überglücklich.

Herbst heißt auch: Ende Gelände mit vielen leckeren Obst und Gemüsesorten wie Tomaten, Pflaumen oder Gurken. Herbst heißt: Hallo Kohl, Karotten und Kartoffeln. Naja, und der eine oder andere Kürbis und ein wahrer Apfelsegen, Dank an den netten Kollegen.

Frau Speisekammer kauft mal wieder Kürbis

Was kocht man im Herbst? Bei uns gab es letzte Woche Rinderbrühe, die obligatorische Kürbissuppe, Rote-Bete-Eintopf und Krautsalat, mal sehen, was mir für den Blumenkohl so einfällt, und Lauch ist auch reichlich vorhanden. Und natürlich: Feldsalat. Den gibt es gerade fast jeden Abend zur Brotzeit. Ist zwar eine furchtbare Putzerei bis man den Sand raus hat (wenn man vom Bauern kauft), lohnt aber weil Vitamine und gesund und so. Dazu schmeckt auch: Rote- Bete gerapselt, mit einer leckeren Vinaigrette aus Balsamico, süßem Senf und Honig. Bon Appetit.

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Merci, Danke, Thank you, Spasiba.

Monday, September 26th, 2011

Ende September, Anfang Oktober ist Erntedank. Ein wunderschönes Fest, das leider in den letzten Jahren in Vergessenheit geraten ist. Im Gegensatz zu Thanksgiving in den USA, das fast wichtiger ist als Weihnachten und an dem nicht nur für reichlich Essen gedankt wird, sondern für alles und jeden, der einem wichtig ist. Diese sehr schöne Tradition möchte ich hier nach Deutschland überführen. Ich bilde mir nicht ein, dass es Halloween als importierte Feierlichkeit (wer auf die blödsinnige Idee mit zwei Faschings im Jahr kam, darf sich bei mir melden) ablöst. Schließlich kann der Einzelhandel am Danke-Sagen wenig Geld verdienen.

Ich fange mal mit Christina Vikoler an, die vor numehr über einem Jahr auf diesen meinen Blog gestoßen ist, sofort Feuer und Flamme war und die grandiose Idee hatte, daraus ein Buch zu machen. Danke für dieses Zutrauen. In Rückschau muss ich Seniora Vikoler einen untrüglichen Instinkt bescheinigen, denn nicht nur ist das Thema Lebensmittelverschwendung gerade Topthema in den Medien, sondern es steht seit ein paar Wochen auch mein Buch in den Regalen. Das heißt wir haben einen Verlag gefunden, der tatsächlich ein von mir geschriebenes Werk veröffentlichen wollte. Immer noch sehr surreal.

Daher auch an den BLV Verlag DANKE, vor allem, dass die Damen in der für mich aus privaten Gründen sehr turbulenten Endphase des Buches so viel Geduld und Ruhe ausstrahlten. Wir haben das Kind geschaukelt, wie man so schön sagt, und am Ende ist tatsächlich ein echtes Druckerzeugnis dabei rausgekommen. So mit Seiten (143), bunten Bildern und einem Ladenpreis (16,95).

Die privaten Turbulenzen führen mich zum nächsten Danke, gerichtet an alle Ärzte, Schwestern, Psychologen, Physiotherapeuten, Logopäden und Hebammen im Klinikum Bad Canstatt sowie im Olgäle. Worte können schlecht beschreiben WIE dankbar wir für unsere kleine Elsa sind. Mit vereinten Kräften wurde geschafft, woran wir erst nie zu glauben gewagt haben: unser Baby ist daheim. Daher auch gleich noch ein großes Dankeschön an die häusliche Kinderkrankenpflege, die uns tatkräftig unterstützt.

Danke auch an die geduldigen Leser dieses Blogs, die lange Durststrecken hinnehmen mussten, weil das Schreiben manchmal in der Prioritätenliste ganz nach unten gerutscht war, hinter so schnöden Dingen wie Essen, Schlafen und Duschen.

Und dann will ich noch Frau Aigner danken – grotesk, aber doch, ja. Die lässt nämlich für eine Studie eine Schar Studenten private Mülltonnen durchwühlen um festzustellen, wie viel Lebensmittel von Privathaushalten weggeworfen werden. Manche Nachfrage verhallen offensichtlich nicht ungehört. Das von ihr geleitete Ministerium hat eine Seite ins Leben gerufen auf der Verbraucher zu Folgendem angehalten werden: “Verderb verhindern, Abfälle vermeiden, Lebensmittel gehören nicht in den Müll”. Na bitte, Frau Aigner, geht doch.

Wir haben das Glück mit einer ganzen Schar hilfsbereiter, spontaner, lebenskluger und zupackender Freunde gesegnet zu sein. Womit ich das verdient habe, ist mir nicht ganz klar, aber ich hoffe sehr, dass ich mich doppelt und dreifach revanchieren kann und sage auch hier schlicht und ergreifend: DANKE.

Der allergrößte Dank geht an meine Familie, allen voran meinem besten Freund und Angetrauten St. Ohne ihn gäbe es keinen Blog, kein Buch und keine Familie. So einfach ist das. Dank ihm habe ich zwei süße Kinder, die leider beide schlechte Esser sind, aber das nehme ich jetzt einfach mal nicht persönlich.

In diesem Sinne: Merci, Danke, Thank you, Spasiba.

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Winteressen: Blumenkohl-Kartoffel-Curry

Thursday, January 27th, 2011

Bald ist Februar und das ist mein persönlicher Hassmonat. Grau. Kalt. Zwar der kürzeste Monat des Jahres, aber zäh wie Gummi. Schmuddelwetter. Regen. Schnee. Hatte ich grau schon erwähnt? Und so sehr ich versuche saisonal zu kochen, spätestens jetzt sehnt sich alles in mir nach sonnengereiften Tomaten frisch vom Strauch, Paprika, frischen Kräutern …. Aber was nutzt es, Wintergemüse kommt auf den Tisch und damit das nicht langweilig wird, heute mal ein Curry-Rezept. Die vielen, wärmenden Gewürze tun gut und helfen ein klitzekleines bißchen gegen die beginnende Februardepression. (Halt, noch ist Januar).

Für 4 Personen
1 Blumenkohl
3 große Kartoffeln
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 Dose Tomaten
2 Kardamomkapseln
1 TL Senfsamen
1 EL Kreuzkümmel
1 Zimtstange
2 Nelken
1 TL Zucker
100-150 ml Wasser
3 EL neutrales Öl
Chilie nach Geschmack
Salz

Kartoffeln schälen, waschen und in kleine Würfel schneiden. Blumenkohl in kleine Röschen brechen, Strünke kleinschneiden, waschen, beiseite stellen. Zwiebeln und Knoblauch grob hacken. In einem großen Topf das Öl stark erhitzen. Gewürze bis auf Salz dazu geben. Wenn die Senfsamen anfangen zu platzen, Zwiebel und Knoblauch dazugeben und unter kräftigem rühren mit der Würzpaste bedecken. Platte auf mittlere Hitze runterschalten und Kartoffeln dazugeben. Ebenfalls kurz anbraten, dann mit 100 ml Wasser ablöschen. Deckel auf den Topf geben und ca. 15 Minuten kochen lassen, dann den Blumenkohl sowie die Tomaten und Salz dazugeben. 20-25 Minuten bei mittlerer Hitze kochen lassen, dabei immer wieder mal umrühren, damit sich alle Zutaten schön verbinden können. Wenn zuviel Flüssigkeit verkocht, noch ein bißchen Wasser zugeben. Wer mag, kann 10 Minuten vor Ende der Kochzeit noch eine Handvoll Erbsen aus dem Tiefkühlfach dazugeben. Nun abschmecken, noch etwas Currypulver oder, falls zur Hand, Garam Masala dazugeben. Vor dem Servieren Zimstange, Nelken und Kardamomkapseln – so weit auffindbar – entfernen.

Dazu schmeckt: Basmatireis, Joghurt mit Kreuzkümmel und Salz sowie Chutneys. Ein wärmendes Winteressen abseits der deftigen Hausmannskost. Bon Appetit.

P.S. Kann mir jemand einen Trick verraten, wie man Curry ansprechender fotografieren kann. Es schmeckt besser, als es aussieht.

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Gemüse der Saison: Rote Bete und Vegetarischer Rote-Bete-Eintopf

Friday, January 21st, 2011

Viele kenne die Rote Bete vermutlich nur in ihrer eingelegten, süß-sauren Form. Und denken: Bäh, dat fiese Zeug. Und ja: Gerichte mit Roter Bete können schnell unappetitlich aussehen. Labskaus’ schlechter Ruf als Ekelessen lebt davon.

Dabei ist die Rote Bete, eine Kulturpflanze aus dem Mittelmeerraum und bei uns klassisches Wintergemüse, eine wahre Vitaminbombe. Außerdem enthalten: Eisen und Folsäuere. Also genau richtig für Menschen mit Eisenmangel sowie Schwangere. Richtig zubereitet, kann die Rote Rübe sogar richtig gut schmecken! Am besten kauft man sie frisch, aber auch die vorgekochte Version im Vakuumpack ist akzeptabel.

Mit frischer Roter Bete kann man in null-komma-nix einen sehr leckeren Rohkostsalat herstellen. Dazu die Knolle schälen und raspeln. Achtung: Rote Bete färbt alles. Hände. Kleider. Brettchen.
Dann eine Salatsauce herstellen aus Walnuss- oder Diestelöl, ein wenig Balsamicoessig, 1 – 2 TL Honig sowie 1 TL Senf. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und über die Rohkost geben. Sehr lecker.

Und weil ich noch so viel Wurzelgemüse da hatte, habe ich mich heute an einem Rote-Bete-Eintopf versucht. Gänzlich ohne Fleisch.

Zutaten:
1 Zwiebel
4 Rote Beten
4 Kartoffeln
3 Möhren
1,5 Liter Gemüsebrühe (instant oder selbst gekocht)
2 Lorbeerblätter
8 Pimentkörner
Salz
Pfeffer

Gemüse putzen und in grobe Würfel schneiden. Zwiebel würfeln und mit 2 EL Öl in einem großen Topf glasig andünsten. Mit der Brühe ablöschen. Rote Bete sowie Lorbeerblätter und Piment dazu geben. 40 Minuten kochen lassen.
Dann Kartoffeln und Möhren dazu geben und nochmals 20 Minuten kochen lassen. Leider war bei mir die Rote Bete immer noch etwas bissfest. Wer also einen Tipp hat, wie sie wirklich weich wird… Wenn man vorgekochte Rote Bete kauft, fällt der erste Schritt natürlich aus. Dann kann man das ganze Gemüse getrost auf einmal in den Topf tun und nach 30 Minuten ist das warme Wintergericht fertig. Mit Salz und Pfeffer abschmecken, vor dem Servieren mit einem Klecks Meerrettich garnieren. Schmeckte gut, wie gesagt, der einzige Wermutstropfen waren die etwas bissfesten Rote Bete Stückchen. Bon Appetit.

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Gemüse der Saison stellt sich vor: Rotkraut

Friday, December 17th, 2010

Alle Jahre wieder …. wird an Weihnachten eine Ente oder Gans mit Knödeln und Rotkraut serviert. Das Wintergemüse gibt es in Dosen, Gläsern und Beuteln, geschnitten, gewürzt, für die Mikrowelle oder den Dampfdrucktopf zu kaufen. Für jeden Koch etwas. Aber halt: Was ist denn dieser lila-dunkle Kopf Kohl, den es auf dem Markt gibt? Ha! Rotkraut. So sieht der en nature also aus. Und weil frisches Rotkraut nicht nur lecker, sondern auch gesund ist, gibt es hier das Rezept für selbstgemachtes, klassisches Rotkraut. Bon Appetit.

Zutaten für einen mittelgroßen Kopf

1-2 Äpfel, alternativ 4 EL Apfelmus
1 Zwiebel, geschält
8 Gewürznelken
1 Stange Zimt
4 Pimentkörner
1 Lorbeerblatt
3 EL Zucker
2 EL vegetarischer Apfelschmalz aus dem Bioladen
2 EL Balsamicoessig
500 ml Fleisch- oder Gemüsebrühe
Salz
2 EL Brombeermarmelade
etwas Öl

Rotkraut vierteln und in feine Streifen schneiden. Zwiebel mit Nelken spicken. Äpfel schälen und in kleine Würfel schneiden. 2 EL Apfelschmalz und 1 EL Öl in einem großen Topf erhitzen. Den Zucker darin karamelisieren, Rotkohl dazugeben und kurz anbraten. Mit 2 EL Essig ablöschen, Brühe dazugeben. Dann Gewürze, gespickte Zwiebel und den Apfel bzw. Apfelmus dazugeben und auf niedriger Flamme mindestens 1 Stunde köcheln lassen. Wer es gern knackig mag, lässt das Kraut entsprechend kürzer kochen. Abschmecken und salzen.

Tipp: Am allerbesten schmeckt Rotkraut aufgewärmt. Daher kann das Kraut auch schon am Vortag vorbereitet werden und muss vor dem Verzehr dann nurnoch warmgemacht werden. Beim Aufwärmen 2 EL Brombeermarmelade dazugeben, für einen extra Kick. Reste lassen sich prima einfrieren.

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Sasas Kürbissuppe mit Kokos und Apfel

Sunday, September 26th, 2010

Suppenzeit, Kürbiszeit, es ist soweit: Herbst, wir heißen dich herzlich Willkommen!

Zutaten für 4-6 Portionen
1 Hokkaido-Kürbis, ca. 1,2 kg
1 Zwiebel
1 Apfel, säuerlich
5 kleine Kartoffeln
3 Möhren
1 Liter Hühnerbrühe (alternativ: Gemüsebrühe)
1 Prise Curry
1 Dose Kokosmilch, 400 ml
etwas neutrales Öl
Salz, Pfeffer

Apfel, Kartoffeln, Möhren sowie Zwiebel putzen und würfeln. Kürbis waschen und ebenfalls würfeln. Das ist recht beschwerlich – unbedingt auf Finger und andere Körperteile achtgeben.

In einem großen Topf 2 EL Öl erhitzen und Apfel, Kartoffeln, Möhren sowie Zwiebel mit einer Prise Curry anbraten.

Nach 5 Minuten mit der Brühe ablöschen. Kürbis dazugeben und auf mittlerer Hitze 25 Minuten köcheln lassen. Platte ausschalten, Suppen ein wenig abkühlen lassen, danach fein pürieren. Kokosmilch dazugeben und noch mal kurz aufkochen. Vorsichtig mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Hier wurde die Suppe als Mitternachtssnack genossen. Bon nuit et bon appetit! Reste lassen sich gut einfrieren oder am nächsten Tag als Lunch mit ins Büro nehmen.

Tipp: Wer großen Hunger oder unerwartete Gäste hat, kann eine Portion Basmati-Reis dazu kochen. Ansonsten schmeckt sie auch mit frischem Bauernbrot sehr lecker.

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Balkonernte: Tomaten

Thursday, September 16th, 2010

Nun hat auch auf meinem Balkon die Tomatensaison begonnen. Oben die erste Ausbeute. Viel zu ernten gibt es nicht, die eine oder andere Tomate zur Brotzeit hingegen schon. Und sie schmecken einfach supergut. Ich habe dieses Jahr nur klassische Tomatensorten angebaut, was bei meinem wenig grünen Daumen auch ganz gut ging, obwohl die Pflanzen mittlerweile sehr ärmlich aussehen. Übrigens: Tomatengrün ist giftig! Daher beim Ernten, Ausgeizen und anderen Gartenaktivitäten am Besten Handschuhe tragen. Dafür sorgen, dass Kinder nicht mit den Blättern oder Stängeln spielen.

Die Tomate ist zu vielseitig, um ihre Verwendung hier in ein paar Sätzen abzuhandeln. Die paar Exemplare von meinem Balkon werden wohl einfach so gegessen oder mit ein wenig Mozarella und Basilikum zu einem Salat verwandelt. Wer erfolgreicher Tomatenbauer ist und eine reiche Ernte haltbar machen möchte, den verweise ich nochmal auf mein Tomatensugo-Rezept . Außerdem kann man Tomatenketchup gut selbermachen. Die Tomaten zu trocknen dürfte in unsere Breiten vor allem im Spätsommer schwierig werden; ein Trocknen im Backofen ist aus Energiespargründen nicht zu empfehlen. Und fürs nächste Jahr hier noch ein Hinweis: Tomatensorten gibt es wie Sand am Meer. Wie wäre es mit dem Anbau einiger exotischer Sorten?

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Tomatensugo á la Violetta

Friday, August 20th, 2010

Nach unzähligen Gläsern von Fertignudelnsoßen hatte ich mein Erweckungserlebnis: Tomatensugo á la Violetta. Ein altes Familienrezept aus Italien, dank dessen ich endgültig Abschied von Mirakoli und Co genommen habe. Violetta brachte mir außerdem eine der Grundregeln der Italienischen Küche bei: Zu Knoblauch gehört Oregano, zu Zwiebel Basilikum!

Nun ist August Tomatenmonat, also ran an die Töpfe und Tomatensoße einkochen. Man weiß ja, wie Tomaten im Winter schmecken. Eben, garnicht.

Die Zutaten (für ca. 2,5 Liter)

3,8 kg Tomaten, reif und saftig
5 Knoblauchzehen, zerhackt
mehrere Zweige Oregano
Meersalz
Pfeffer
Olivenöl

Die Zubereitung

Tomaten waschen und halbieren bzw. vierteln. Nicht häuten! Dann 3 EL Olivenöl im größtmöglichen Topf (Ratatouillegröße) erhitzen. Knoblauch darin anschwitzen, nach einer Weile Oregano dazu geben.

Tomaten dazu. Wenn sich unten die erste Soße gebildet hat, Platte herunterschalten, Deckel auf den Topf und Tomaten bei kleiner bis mittlerer Hitze zerkochen. Nun heißt es Geduld haben: das Ganze muss mindestens 3 h einkochen! Gelegentlich umrühren, damit nichts anbrennt.

Nach drei Stunden Sugo mit Salz sowie Pfeffer abschmecken, etwas abkühlen lassen und durch ein Sieb passieren. Danach nochmal kurz aufkochen und in heiß ausgespülte Einweck- oder Gurkengläser geben. Diese dann ca. 15 Minuten im Wasserbad einkochen (Einkochverfahren siehe Ratatouille).

Tipp: Wer es gerne scharf mag, kann mit ein bis zwei Chilies aus dieser Soße auch eine feine Arrabiata machen. Die Chilies gleich zu Beginn des Kochvorgangs hinzugeben. Buon Appetito!

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Resteverwertung: Couscoussalat mit gebratenen Auberginen

Thursday, July 29th, 2010

Vor unserem kleinen Ausflug musste der Kühlschrank geleert werden. Neben einer Aubergine befanden sich darin noch allerhand andere Gemüsereste. Couscous hatte es am Vortag als Beilage gegeben und ich hatten mit Absicht etwas mehr gekocht.

Der nützliche Rest

Weitere Zutaten

1 Paprika, klein würfeln
1/2 – 1 Gurke, gewürfelt
1-2 Tomaten, gewürfelt
1 rote Zwiebel
etwas frische Minze
reichlich frische Petersilie, beides gehackt.

Aubergine im siebten Salathimmel

Aubergine würfeln und 10-15 Minuten in Salzwasser einlegen. Währenddessen kann man in Ruhe alle anderen Zutaten bearbeiten. Dann die Aubergine abgießen und in reichlich Olivenöl anbraten, bis sie gar ist. Da die Auberginen sehr fettig werden, braucht man für die Salatsoße kein Öl mehr. Es reicht, den Salat einfach gut durchziehen zu lassen.

Nun zuerst die noch warmen Auberginen mit den Zwiebeln und der Paprika zum Couscous geben. Gut durchrühren. Dann in einem zweiten Schritt Tomate, Gurke und Kräuter dazu. Mit Zitronensaft, Salz sowie Pfeffer abschmecken und 1 Stunde ziehen lassen. Vor dem Servieren nochmal gut durchrühren.

Der Salat war Bestandteil einer Restebrotzeit. Er schmeckt übrigens auch noch am nächsten Tag sehr gut, kann also zum Beispiel als leichtes Mittagessen ins Büro mitgenommen werden. Bon Appetit.

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Selbst gemacht: Grillfleischmarinade

Monday, July 5th, 2010

Wenn Autos, Fahrräder und rosige Wange junger Mädels deutschlandbeflaggt sind, die Temperaturen steigen, es im Freibad nach Sonnenöl stinkt und in sämtlichen Gärten nach Grillanzünder, dann weißt du: es ist Sommer. Es ist Fußball. Es ist Grillsaison. Die wurde in Supermärkten zwar bereits seit Mai angemahnt, kommt aber schlechterdings erst jetzt richtig in Fahrt. Das Angebot an Grillgut ist groß: Bruzzler, Rode und Wurstschnecken buhlen neben in neonfarbenen Soßen eingelegte Fleischstücke um die Gunst der Grillmeister. Was aber ein rechter Grillmeister sein will, dem rate ich hiermit: vergiss die vormarinierten Geschichten. Wirklich. Die Marinade dient im Zweifelsfall nämlich dazu, minderwertige Ware zu kaschieren. Oder warum dachtet ihr, schmecken die Steaks immer so zäh? Besser ist es, beim Metzger vor Ort frisches Fleisch zu kaufen und es zu Hause selber einzulegen. Es darf auch gerne Bio sein! Als Ermunterung zum Selbermachen hier meine

Grillmarinade (für 4 Steaks):

2-3 Knoblauchzehen, möglichst frisch
2 EL Olivenöl
1 EL Balsamico- oder Rotweinessig
den Saft einer Zitrone oder einer Orange
Meersalz
frisch gemahlener Pfeffer
frischen Thymian, Oregano sowie Rosmarin, fein gehackt
2 EL Tomatenketchup
etwas Paprikapulver

Den Knoblauch in feine Scheiben schneiden und mit den anderen Zutaten vermischt über das Fleisch geben. Dieses sollte mindestens 1h mariniert werden, währenddessen immer mal wieder das Fleisch wenden. Dann ab auf den Grill. Bon Appetit.

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