Archive for the ‘Allgemein’ Category

Fairy Cakes zum Aufwärmen

Saturday, February 4th, 2012

Es soll in Kanada Leute geben, die im Winter den Ofen an und die Ofentür aufmachen. So kalt ist das da.

Ich mache auch den Ofen an, wegen bekannter Großwetterlage, aber die ganze Energie nur zum Heizen zu verwenden, kam mir ineffizient vor. Und weil man sich auch von innen wärmen sollte, ergo eine Speckrolle anfuttern, habe ich Fairy Cakes gemacht. Das Rezept stammt von der guten Nigella Lawson, die für vieles bekannt ist außer für schlanke Küche.

Die Kuchen sind gut gelungen, allerdings hatte ich etwas Probleme mit dem Frosting. Aber Übung macht bekanntlich den Meister, weswegen morgen gleich weitergebacken werden muss.

Fairy Cakes von Nigella Lawson

125g Butter, weich
125g Zucker
2 große Eier
125 g Mehl
1 TL Backpulver
etwas Vanillezucker
3 TL Milch

Für das Frosting
250g Puderzucker
125 g Frischkäse
1 TL Zitronensaft

Ofen auf 200°C vorheizen. Die Zutaten für die Küchlein alle bis auf die Milch in eine Rührschüssel geben und mit dem Handrührgerät cremig schlagen. Dann Löffelweise die Milch dazugeben und unterrühren. Es sieht nach wenig Teig aus, aber er wird wunderbar fluffig und füllt die Förmchen später gut aus!

Den Teig gleichmäßig auf 12 Muffinformen verteilen. Für 15 Minuten im Ofen backen, vor der Entnahme mit einem Holzspieß testen, ob sie wirklich durch sind. Fertige Kuchen auf einem Rost auskühlen lassen und währenddessen das Frosting herstellen. Dazu den Frischkäse mit dem Zitronensaft glatt rühren. Den Puderzucker nach und nach dazusieben (dauert ewig….) und mit dem Handrührer unterschlagen. Ich hatte noch Lebensmittelfarbe im Haus und habe darum gleich zugeschlagen (fairy, Fee, rosa, Lillyfee?). Wenn die Kuchen kühl sind, mit einem Buttermesser das Frosting auftragen. Meines war etwas flüssig, vielleicht weil ich zuviel Puderzucker neben die Schüssel gesiebt habe oder zu großzügig mit dem Zitronensaft war.

Einen Tee oder Kaffee kochen und den ersten Fairy Cake noch vor dem warmen Ofen stehend genießen. Enjoy!

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Mein Bestes – Die Thermo-Kaffeetasse

Friday, February 3rd, 2012

Ab heute gibt es eine neue Reihe: “Mein Bestes”. Das sagt der Würschtelgott wenn er etwas besonders mag. Und was mag Frau Speisekammer?

Bei diesen Temperaturen ihren Thermokaffeebecher aus Porzellan. Denn mit zwei Kindern im Haus wird in normalen Tassen der Kaffee oft kalt. Auch wenn das schön machen soll – Frau Speisekammer trinkt lieber warm. Natürlich ist er rot mit weißen Punkten, was die Laune hebt wenn der Himmel gräut und das Thermometer kaputt ist (ehrlich, -10°C?).

Modell erstanden im örtlichen Tee-Kaffee-Geschäft für zehn Euronen. Daneben zu sehen meine Mittagslektüre, frisch gebracht von einem frostigen Hermes-Boten.

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Ri-Ra-Reste-Fest!

Tuesday, January 31st, 2012

Ich habe ein tolle Zweitverwertung für kalte gefüllte Nudeln (aka Tortellini) gefunden: Als Salatzutat. Dafür darf man die leckere Pasta beim Erstverzehr allerdings nicht in Tomatensauce ertränken. Dann funktiniert die Salatidee nicht mehr. Sowieso schmecken die Teigtaschen einfach in Butter geschwenkt mit ein wenig geriebenem Parmesan drüber viel besser. Wichtig: hochwertige Nudeln kaufen, da gibt es tatsächlich große Geschmacksunterschiede. Außerdem kaufe ich nur die vegetarischen Varianten – ich misstraue den Fleischfüllungen zutiefst (so von wegen Boden der Metzgerei aufgekehrt und so).


Winterlicher Restesalat mit Käse-Tortellini, Feldsalat, Maisresten und gerösteten Brotwürfeln aus altem Graubrot. Ich mache dazu meine Ahornsirupvinaigrette. Die nussige Geschmackskomponente des Sirup ergänzt das Walnussöl und passt gut zu Feldsalat:

1 EL Ahornsirup
1 EL süßer Senf
1 – 2 EL Balsamicoessig
3 EL Walnussöl
Fleur de Sel, Pfeffer

Zutaten mischen und zu einer glatten Vinaigrette verühren.

Außerdem: kann sich noch jemand an die Pizzasemmel erinnern? Das war bei uns in den 90er Jahren das Partygericht schlechthin. Inspiriert davon habe ich jetzt anfangen, olles Brot oder Brötchen nicht nur mit Olivenöl und Knoblauch oder Kräuterbutter sondern auch mit den abenteuerlichsten Zusammenstellungen an Wurst- oder Käseresten, übriggebliebenen Pilzen, Reibekäse, getrockneten Tomaten, Schmandresten und schwarzen Oliven zu überbacken. Wichtig: immer eine gut feuchte Mischung herstellen, also großzügig mit Olivenöl anrühren und pikant würzen.

Das ganze dann bei 150°C in Ofen ca. 15 Minuten überbacken. Schneller gehts und knuspriger wird es, wenn man gegen Ende den Grill (Stufe 3) dazuschaltet. Dann muss man aber auch vor dem Ofen hocken und gut zuschauen, sonst werden aus Bruschette in windeseile Briketts. An Guadn.

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Kappessupp’ (mal was mit Kohl)

Friday, January 27th, 2012

Vor längerem wurde ich nach einem Rezept für Weißkohl gefragt. Der Weißkohl in meinem Gemüsefach ist so alt wie die Anfrage. Kohl hält nun mal bekanntlich ewig und weil das Wetter so nach Suppe ist, heute hier ein altes Rezept meiner Mama, das ich schon völlig vergessen hatte: Kappessupp’. Kommt aus dem Rheinland und ist zwar nicht fleischlos (so viel zu den Vorsätzen), aber deftig, lecker und gesund.

Das ganze ist im Endeffekt eine Rinderbrühe mit Kohl-Kartoffel-Einlage.

Zutaten:
1 halber Weißkohl
1 Handvoll Kartoffeln
2 EL Kümmel
für die Rinderbrühe:
1 Beinscheibe vom Rind
2 Möhren
1 Scheibe Sellerie
1 Stange Lauch
1 Lorbeerblatt
Salz, Pfeffer

Zuerst stellt man eine Rinderbrühe her. Dazu Suppengemüse waschen, putzen und in feine Würfel schneiden. Besonders gut geht das natürlich, wenn man so ein tolles japanisches Supermesser hat wie ich. (Einmal im Leben Kochsnob sein!).


Ca. 3 Liter kaltes Wasser in einen großen Suppentopf geben, dann die Beinscheibe dazu. Zum Kochen bringen, dann erst das Suppengemüse dazugeben und 2 Stunden bei kleiner Flamme köcheln lassen. Kurz vor Ende der Garzeit den Kohl in feine Streifen hobeln (ich sach nur: Supermesser!!), Kartoffeln schälen und in Würfel schneiden. Mit einem Schaumlöffel das Fleisch aus der Brühe nehmen, vom Knochen lösen und in feine Würfel schneiden (Superm… ach lassen wir das.) Dann die 2 EL Kümmel, Fleischwürfel, gehobelten Kohl sowie Kartoffeln in die Brühe geben und nochmal eine halbe Stunde garen lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Dazu schmeckt Bauernbrot. Am besten nach einem langen Winterspaziergang genießen. Bon Appetit.

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Gemüsequiche für Faule

Thursday, January 5th, 2012

Neujahrsvorsätze: weniger Fleisch, mehr Gemüse essen. Mal ein bißchen öfter bloggen wieder.

Gestern habe ich mich dann gleich mal nach einem Rezept für eine Gemüsequiche umgesehen, zwengs mehr Gemüse. Uff, Teig machen, kalt stellen, manchen musste man blindbacken, Gemüse putzen, hobeln, sautieren….Ehrlich? Zuviel Aufwand, wenn nebenbei noch ein Baby gefüttert, gewickelt und therapiert werden muss, der Große mitkochen will und ansonsten regelmäßig Langweile äußert (aka Mama bespaß mich!). Also habe ich eine Gemüsequiche gekocht, die ideal ist für Anfänger, gestresste Mütter und Faule. Ich hatte zwei Eier zuwenig und eine Packung gekörnten Frischkäse (grusel) zuviel und habe darum ein bißchen rumexperimentiert, hier gibt es aber die “gelingsichere” Version mit 4 Eiern, keinem gekörnten Frischkäse aber dafür reichlich Schmand.

Man nehme:
1 Packung fertiger Blätterteig aus dem Kühlregal
1/2 Tüte Suppengemüse, tiefgekühlt (darauf achten, dass es solches ist wo auch Bohnen, Blumen- sowie Rosenkohlröschen dabei sind)
1 Packung Schmand
4 Eier
3 Frühlingsziebeln
1 Packung Reibekäse
Salz, Pfeffer
1 Kuchenform, rund

Die Frühlingszwiebeln putzen und in feine Ringe hacken.
In einer Pfanne 1 El Pflanzenöl erhitzen und Frühlingszwiebeln darin anbraten. Die halbe Packung TK-Suppengemüse dazugeben und bei kleiner Flamme 10 Minuten köcheln lassen.

In der Zwischenzeit aus den Eiern und dem Schmand eine glatte Masse rühren. Salzen und pfeffern. Die Kuchenform mit Butter großzügig einfetten und dann mit dem Blätterteig auslegen. In diesem Fall muss das Eckige in das Runde, was einfacher geht wenn man die Platte in zwei Teile schneidet und ein bißchen Origami spielt.

Often auf 170°C (Umluft) vorheizen. Dann zuerst die Gemüsemasse in die mit Blätterteig ausgekleidete Form gießen, darauf dann die Eier-Schmand-Masse. Der krönende Abschluss ist die Packung Reibekäse (200-300g), die großzügig auf dem Kuchen verteilt wird.

Ab in den Ofen für 30 Minuten. Dazu schmeckt Feldsalat mit einer knackigen Vinaigrette. Veggi-Day1, abgehakt.

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Resteverwertung: Osterschokolade

Thursday, December 8th, 2011

In den Läden sind die Weihnachtsmänner fast schon ausverkauft, derweil in meinem Schrank noch Osterschokotäfelchen lagern, die keiner so richtig mochte. Außerdem noch zwei Tafel Herrenschokolade, die ebenfalls keinen Abnehmer gefunden haben. Oh und da hinten versteckt sich noch eine halbe Tüte olle Cornflakes (ca. 250g) – Frühstücksgewohnheiten von Kind 1 ändern sich regelmäßig. Was liegt da näher als einfach mal eine Runde Schoko-Crossies zu zaubern. Eine kleine vorweihnachtliche Nascherei, das Kind ist beschäftigt und im Schrank ist auch wieder mehr Platz.

Die Cornflakes in eine große Schüssel geben. Wer noch Nüsse hat kann die auch gerne dazu tun (kleingehackt). Dann die Schokolade in Stücke brechen und mit einem Würfel Palmin (das ist Kokosfett aus dem Kühlregal) im Wasserbad schmelzen. Immer schön rühren, damit nichts ansetzt. Wenn alle Brocken geschmolzen sind die noch heiße Masse über die Cornflakes geben und kräftig durchmischen. Die Cornflakes dürfen dabei ruhig zu Bruch gehen. Nun ein Backblech oder ein großes Brett mit Backpapier auslegen und mit zwei Esslöffeln kleine Häufchen der Masse drauf setzen. An einen kühlen Ort stellen, bis die Schokolade fest ist – bei diesen Temperaturen also Balkon, Terrasse oder Fensterbrett.

Für Kokosfans: in noch warmem Zustand ein paar Kokosflocken über die Häufchen streuen. Ist auch sehr lecker.

Mengen: ich hatte circa 250g Cornflakes und ungefähr 700g Schokolade, dazu einen Würfel Palmin, das entspricht also 1 Teil Cornflakes und 3 Teile Schoko.

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Herbstimpressionen

Tuesday, November 8th, 2011

Was für ein wunderbarer, langer Herbst. Mit Novembernachmittagen im Wald, Kaffee trinken im Sonnenschein und goldgelbem Blätterregen – dem einzigen Regen seit langem. Ich liebe Herbst, und käme danach nicht Winter und grau und Winter und kalt und Winter und dunkel und eben WINTER, wäre ich nicht nur glücklich, sondern überglücklich.

Herbst heißt auch: Ende Gelände mit vielen leckeren Obst und Gemüsesorten wie Tomaten, Pflaumen oder Gurken. Herbst heißt: Hallo Kohl, Karotten und Kartoffeln. Naja, und der eine oder andere Kürbis und ein wahrer Apfelsegen, Dank an den netten Kollegen.

Frau Speisekammer kauft mal wieder Kürbis

Was kocht man im Herbst? Bei uns gab es letzte Woche Rinderbrühe, die obligatorische Kürbissuppe, Rote-Bete-Eintopf und Krautsalat, mal sehen, was mir für den Blumenkohl so einfällt, und Lauch ist auch reichlich vorhanden. Und natürlich: Feldsalat. Den gibt es gerade fast jeden Abend zur Brotzeit. Ist zwar eine furchtbare Putzerei bis man den Sand raus hat (wenn man vom Bauern kauft), lohnt aber weil Vitamine und gesund und so. Dazu schmeckt auch: Rote- Bete gerapselt, mit einer leckeren Vinaigrette aus Balsamico, süßem Senf und Honig. Bon Appetit.

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Tipp der Woche: Babygläschen

Monday, October 24th, 2011

Ich weiß, ich weiß, selber kochen ist hipp – ähm(!). Aber bei den Mindermengen, die meine Tochter verzehrt (und unserem viel zu kleinen Tiefkühlfach) lohnt es sich nicht. Daher kaufe ich Gläschen. Die Menge in den kleinsten Einheiten sind immer noch zu groß – meine Tochter ist ja nicht so der Esser – und da bleibt dann doch immer was übrig.

Ist natürlich viel zu schade zum Wegwerfen, die bio-öko-Baby-Pampe, die leider immer ein bisschen nach dem Nichts schmeckt, aus dem die Welt erschaffen wurde. Die Reste selber naschen machen also nur abgehärtete Mamas. Aber da die ersten Gemüsesorten meistens Pastinake oder Karotte sind, kann man den Rest prima in Suppen und Eintöpfen verwenden, weil der Wurzelgemüsegeschmack da immer gut rein passt. So habe ich heute zum Beispiel drei Esslöffel Pastinake an meine Ingwer-Möhren-Suppe gemacht. (Die Suppe kann ich leider nicht präsentieren, weil ich lila Rübe verwendet habe und die zwar schmecken, farblich aber eher anspruchsvoll sind.)

Und wer es ökologisch ganz korrekt machen will, spült die Gläschen gründlich aus und verwendet sie für Gewürze, Büroklammer, Nadeln, Muttern und die Urlaubsstrandsandsammlung.

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Merci, Danke, Thank you, Spasiba.

Monday, September 26th, 2011

Ende September, Anfang Oktober ist Erntedank. Ein wunderschönes Fest, das leider in den letzten Jahren in Vergessenheit geraten ist. Im Gegensatz zu Thanksgiving in den USA, das fast wichtiger ist als Weihnachten und an dem nicht nur für reichlich Essen gedankt wird, sondern für alles und jeden, der einem wichtig ist. Diese sehr schöne Tradition möchte ich hier nach Deutschland überführen. Ich bilde mir nicht ein, dass es Halloween als importierte Feierlichkeit (wer auf die blödsinnige Idee mit zwei Faschings im Jahr kam, darf sich bei mir melden) ablöst. Schließlich kann der Einzelhandel am Danke-Sagen wenig Geld verdienen.

Ich fange mal mit Christina Vikoler an, die vor numehr über einem Jahr auf diesen meinen Blog gestoßen ist, sofort Feuer und Flamme war und die grandiose Idee hatte, daraus ein Buch zu machen. Danke für dieses Zutrauen. In Rückschau muss ich Seniora Vikoler einen untrüglichen Instinkt bescheinigen, denn nicht nur ist das Thema Lebensmittelverschwendung gerade Topthema in den Medien, sondern es steht seit ein paar Wochen auch mein Buch in den Regalen. Das heißt wir haben einen Verlag gefunden, der tatsächlich ein von mir geschriebenes Werk veröffentlichen wollte. Immer noch sehr surreal.

Daher auch an den BLV Verlag DANKE, vor allem, dass die Damen in der für mich aus privaten Gründen sehr turbulenten Endphase des Buches so viel Geduld und Ruhe ausstrahlten. Wir haben das Kind geschaukelt, wie man so schön sagt, und am Ende ist tatsächlich ein echtes Druckerzeugnis dabei rausgekommen. So mit Seiten (143), bunten Bildern und einem Ladenpreis (16,95).

Die privaten Turbulenzen führen mich zum nächsten Danke, gerichtet an alle Ärzte, Schwestern, Psychologen, Physiotherapeuten, Logopäden und Hebammen im Klinikum Bad Canstatt sowie im Olgäle. Worte können schlecht beschreiben WIE dankbar wir für unsere kleine Elsa sind. Mit vereinten Kräften wurde geschafft, woran wir erst nie zu glauben gewagt haben: unser Baby ist daheim. Daher auch gleich noch ein großes Dankeschön an die häusliche Kinderkrankenpflege, die uns tatkräftig unterstützt.

Danke auch an die geduldigen Leser dieses Blogs, die lange Durststrecken hinnehmen mussten, weil das Schreiben manchmal in der Prioritätenliste ganz nach unten gerutscht war, hinter so schnöden Dingen wie Essen, Schlafen und Duschen.

Und dann will ich noch Frau Aigner danken – grotesk, aber doch, ja. Die lässt nämlich für eine Studie eine Schar Studenten private Mülltonnen durchwühlen um festzustellen, wie viel Lebensmittel von Privathaushalten weggeworfen werden. Manche Nachfrage verhallen offensichtlich nicht ungehört. Das von ihr geleitete Ministerium hat eine Seite ins Leben gerufen auf der Verbraucher zu Folgendem angehalten werden: “Verderb verhindern, Abfälle vermeiden, Lebensmittel gehören nicht in den Müll”. Na bitte, Frau Aigner, geht doch.

Wir haben das Glück mit einer ganzen Schar hilfsbereiter, spontaner, lebenskluger und zupackender Freunde gesegnet zu sein. Womit ich das verdient habe, ist mir nicht ganz klar, aber ich hoffe sehr, dass ich mich doppelt und dreifach revanchieren kann und sage auch hier schlicht und ergreifend: DANKE.

Der allergrößte Dank geht an meine Familie, allen voran meinem besten Freund und Angetrauten St. Ohne ihn gäbe es keinen Blog, kein Buch und keine Familie. So einfach ist das. Dank ihm habe ich zwei süße Kinder, die leider beide schlechte Esser sind, aber das nehme ich jetzt einfach mal nicht persönlich.

In diesem Sinne: Merci, Danke, Thank you, Spasiba.

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Auszeiten

Thursday, September 22nd, 2011

Aktuell stehe ich um 5.50 auf, um die Kleine zu wecken und zu füttern. Wenn sie dann wieder eingeschlafen ist, gehe ich in die Küche und koche mir einen Tee. Alles schläft und es ist still. Mit der ersten Tasse Tee gehe ich auf den Balkon und atme durch – Herbstluft, wie wunderbar. Am Himmel blitzen schon die ersten Sonnenstrahlen und tauchen die Wolken in zartes pink und orange. Wer hätte das gedacht, ich bin tatsächlich eine Frühaufsteherin. Ich mache Frühstück für alle, trinke noch eine Tasse Tee, lese Zeitung und freue mich, dass es uns so gut geht.

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