Einfach selbstgemacht: Ramen

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Jeder kennt die asiatische Tütensüppchen auf deren Packung Ramen steht. Aber Tütensuppen haben mit echtem Ramen so viel zu tun wie ein Klapprad mit einem Mountainbike. Selbst gemachter Ramen ist eine wunderbare Schlechtwettersuppe und eine gute Übung, ein etwas komplizierteres Gericht von Grund auf selber zu kochen. Außerdem macht es großen Spaß mit ein paar Freunden erst Ramen zu schlürfen (ja das darf man!) und dann später Tampopo anzuschauen, dem besten Suppenfilm aller Zeiten.

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Zutaten für vier bis sechs Personen

Für das Schweinefleisch und die Schweinebrühe

450g Schweineschulter
oder Schweinebauch
4cm Ingwer
2 Frühlingszwiebeln
150ml Sojasauce
2 EL Mirin
75ml Sake
8 Pfefferkörner
2 Zehen Knoblauch
1 EL Ahornsirup
1 EL Honig
Wasser
2 EL Öl zum Braten

Die Schweinefleischbrühe koche ich meistens schon am Vortag, dann kann das Fleisch über Nacht noch schön in der Sauce ziehen. Tipp: Wer sich für dieses Gericht nicht extra Mirin und Sake kaufen will, kann stattdessen auch 1 EL Balsamicoessig und 75 ml Sherry verwenden. Das Fleisch in einem großen Topf in 2 EL Öl rumherum schön dunkel anbraten. Dann mit der Sojasauce ablöschen und soviel Wasser zugießen, dass das Fleisch knapp bedeckt ist. Die Frühlingszwiebel abziehen und im Ganzen bzw. halbiert zur Suppe geben – inklusive dem Grün. Sake und Mirin (bzw. Essig und Sherry) zugeben. Die Flamme runterdrehen, so dass die Flüssigkeit nur noch köchelt. Etwaigen Schaum mit einem Schaumlöffel abschöpfen. Den Ingwer schälen und ebenfalls im Stück zur Suppe geben. Die Restlichen Zutaten zur Brühe geben und alles 1 Stunde köcheln lassen. Dann Herd ausschalten und das Fleisch über Nacht in der Suppe ziehen lassen. Schaut ein Teil vom Fleisch aus der Brühe, das ganze zwischendurch einmal umdrehen.

Am nächsten Tag das Fleisch aus der Brühe nehmen und für später beiseite legen. Die Brühe durch ein Sieb in einen kleineren Topf gießen und auf kleiner Flamme erwärmen und warm halten.

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Für die Nudeln

250g Weizenmehl
85ml Sprudelwasser
1 Ei
etwas Salz
1 Messerspitze Haushaltsnatron
Die Nudeln sind das Herzstück der Ramen und in ihrer Zubereitung den Spätzle nicht ganz unähnlich. Das Mehl mit dem Salz und dem Natron gründlich vermischen. Dann das Ei sowie das Wasser dazugeben und alles gründlich zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig etwas ruhen lassen. Dann auf einer bemehlten Fläche so dünn wie möglich ausrollen und in fein Streifen schneiden. Auf einem bemehlten Brett locker liegen lassen, bis sie verwendet werden.

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Weitere Zutaten

Hühnerbrühe

2-3 Frühlingszwiebeln

Pro Person 1 hartgekochtes Ei

Etwas Noriblätter

1 -2 frische Karotten

Die Frühlingswiebel in feine Ringe schneiden. Den Schweinebraten in Scheiben schneiden. Die Noriblätter in Streifen schneiden. Dashargekochte Ei schälen und vierteln.Die Frühlingswiebel in feine Ringe schneiden. Den Schweinebraten in Scheiben schneiden. Die Noriblätter in Streifen schneiden. Die Kartotten putzen und in feine Stifte verarbeiten.

 

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Um eine Schüssel Ramen zuzubereiten braucht man pro Person 150 ml der Schweinbrühe und 150 ml Hühnerbrühe. Hier muss unbedingt selbstgemachte Hühnerbrühe verwendet werden, mit Brühwürfeln schmeckt das Ramen ansonsten nicht!

Nun portionsweise die Nudeln in sprudelndem Wasser kochen, bis sie alle oben schwimmen. Mit einem Schaumlöffel sofort in einen Suppenteller oder Schüssel geben und obige Menge Schweinebrühe und Hühnerbrühe dazugeben. Mit eine paar Scheiben Schweinbraten, ein paar  Ringen Frühlingszwiebeln, einem halbierten Ei, etwas Karottenstifte sowie ein paar Streifen Noriblätter dekorieren und sofort servieren. Wir hatten  noch gebratene Pilze da, die dürften auch  noch gleich mit rein.

Wichtig: Die Suppe je Person immer frisch zubereiten und den Ramen bald verzehren, damit die Nudeln nicht matschig werden.

Dazu gibt es dann noch Gyoza, japanische Maulstäschle sozusagen. Diese Rezept verrate ich in der nächsten Ausgabe von  “Einfach selbstgemacht”. Gelernt haben wir das Ganze übrigens bei Kiyoshi, unserem liebsten Ramenladenbesitzer in Tokio. Aber ich bin mir auch sicher, dass das nicht das absolute Originalrezept ist, denn die Zubereitung der Brühen ist ein großes Geheimnis, dass jeder Ramenkoch hütet wie seinen Augapfel.

 

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