Hygge – Warum ein Vormittag im Schlafanzug so erholsam ist #Wintereinigelung

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5.50 Uhr, Freitag früh, stockdunkle Nacht. Das Smartphone bimmelt und ich wälze mich aus dem sehr warmen Bett. Der Boden ist – igitt- ganz kalt, aber trotz jahrzehntelanger Ermahnung meiner Eltern bin ich auch heute noch kein Hausschuhträger. Lieber kalte Füße. Husch husch ins Bad, raus aus dem Schlafanzug und unter die Duschi, danach rein in die Klamotten. Brotzeitdosen richten, Frühstück richten, Rest der Familie aus dem Bett  hauen etc.pp. So weit so normal. Spätestens um 8.30 Uhr sitze ich am Schreibtisch, naja 9.30 Uhr allerallerspätestens.

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8.30 Uhr, Samstag früh. Das Teewasser kocht, ich steht in Schlafanzug gekleidet und mit dicken Wollsocken bewehrt in der Küche, alldieweil mein lieber Sohn schnell zum Bäcker gehuscht ist und Semmeln holt. Die Kaffeebohnen verströmen beim Mahlen einen intensiven Geruch. Meine Tochter kommt angetapst, die Haare wie eine Bärenfellmütze um den Kopf getürmt und kriegt von mir erstmal ebenfalls dicke Socke und einen Bademantel angezogen. Ihre Laune ist 8.30 Uhr wirklich DEUTLICH besser als wochentags um 7.00 Uhr. Und die Aussicht auf einen freien Tag macht auch froh. Sie deckt den Tisch, ich brühe den Kaffee auf, es klingelt an der Tür und die Semmeln inklusive Filius sind da. Er zieht die Jeans, die er schnell über seine Schlafanzughose gezogen hat, wieder aus und setzt sich an den Tisch. Der Geruch von Kaffee ruft auch den Letzten der Familie aus dem Bett.

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Wir hocken um den Tisch, holen Spiele und Bücher hervor, der Kaffee ist Dank Alvi auch nach einer Stunden noch warm, der Honig wird von Finger geschleckt, die frisch gekauft Lyoner verschwindet wie von Geisterhand, es wird philosophiert, politisiert und ehe man sich versieht ist es 11 Uhr. Und alle noch in Schlafklamotten! Mit dicken Socken. Wenn das nicht hygge ist, dann weiß ich auch nicht. Diese verbummelten Sams- und Sonntage sind der Schmierstoff, der unsere Familie zusammenhält, der Gedanke, der die Wochentage erträglich macht. Nachdem noch eine Runde Lego gespielt, die Welt gerettet und die Plattensammlung durchgehört wurde, beginnen wir, deutlich später als sonst, mit dem Tagwerk……

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