Der dümmste Bauer hat die besten Kartoffeln

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Sagt man gemeinhin und an diesem Spruch scheint einiges dran zu sein. Wir hatten uns mal wieder kaum um den Garten und den Acker gekümmert, also mussten wir mit der Sense erstmal eine Schneise vom Garteneingang zu unserem Kartoffelacker schlagen, wo man unter Wicken, Winden, Storchenschnabel, Diesteln und Co. das schon trockene Kartoffelkraut erkennen konnte. Ist das Kraut vertrocknet, können die Kartoffeln geerntet werden. Schnell mit der Sichel einmal übers Unkraut gegangen und dann wurden die goldenen Erdäpfel gehoben.

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Leider hatten sich in dem so schön lockeren Boden lauter rote Ameisen eingenistet, die mich dann fies in die Hand bissen. So ein Ameisenbiss ist geradezu unangenehm. Aber der Lohn, die leckersten Kartoffeln der Welt, waren es wert. Die Sorte Renette La Ratte war schnell weg, jetzt essen wir uns gerade durch die  Augusta und für den Herbst haben wir dann noch Aran Victory, die aber im Moment noch nicht erntereif sind.

Erntezeit

Überhaupt ist im Moment meine Lieblingsjahreszeit, die Erntezeit. Erdbeer- sowie Sauerkirschmarmelade und Cumberlandsauce wurden schon eingekocht. Als nächstes stehen die Brombeeren und etwas später im Sommer noch die Apfelernte an. Dem Zustand der Bäume nach zu urteilen, wird das dieses Jahr richtig viel.

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Weil ich wegen Renovierungsarbeiten am Haus leider meinen Balkon komplett leer räumen musste, habe ich auch bereits einen Großteil meiner Kräuter geerntet und zum trocknen auf dem Dachboden aufgehängt. Eine gute Entscheidung, denn im Hausflur – der einzige Platz neben dem Keller wo ich sie habe hinstellen können – kümmern die Pflanzen vor sich hin und ziehen allerlei Parasiten an. Meine Lieblingsfeinde, die gespinnerten Spinnmilben sind leider auch wieder da. Da ist nicht mehr viel zu tun als Radikalschnitt und sich schon mal auf den nächsten Sommer freuen.

Marienkäferlarve

Übrigens hatten im Frühsommer die Marienkäferlarven meine Minze von Läusen befreit. Wusstet Ihr, dass die das machen und wie die aussehen? Wenn Ihr also das oben abgebildete, seltsame schwarze Tierchen auf Euren Rosen oder sonstigen von Blattläusen befallenen Pflanzen seht, freut Euch, denn die Öko-Schädlingsbekämpfung ist da!

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Den Lavendel konnte ich ebenfalls noch retten. Normalerweise mache ich immer Lavendelsäcken, aber dieses Jahr wollte ich mal etwas völlig neues ausprobieren: Lavendelsirup. Der schmeckt lecker mit Zitrone als erfrischende Sommerlimonade, aber auch gut als warmer Schlaftrunk (mit Milch!) wenn man Abends mal kein Auge zukriegt. Was mir allerdings nie passiert. Ich schlafe meistens vor meinen Kindern ein…

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Rezept Lavendelsirup

2 Tassen Wasser

1 Handvoll Lavendelblüten, getrocknet

1 Tasse Zucker

Die Lavendelblüten über Nacht im Wasser ziehen lassen. Am nächsten Tag den Sud in einen Topf abgießen, die Blüten dabei in einem feinen Haarsieb auffangen und ausdrücken. Den Sud mit dem Zucker aufkochen und köcheln lassen, bis er etwas eingedickt ist. Noch heiß in eine Flasche geben. Menge ist für 1 Flasche Sirup.

Kamillenernte

Mit den getrockneten Kräutern sowie Echter Kamille, die ich in den Dürrlewanger Fluren gesammelt und ebenfalls getrocknet habe, werden Emil und ich dieses Jahr unsere erste eigene Kräuterteemischung zusammenstellen. Darin enthalten werden sein: Kamille, Zitronenmelisse, Lavendelblüten (hier kommt dann die zweite Charge Blüten rein) sowie getrocknete Brombeerblätter, die aber noch gesammelt werden müssen. Im völlig überwucherten Garten sollten allerdings mehr als genug vorhanden sein. Ferner will ich dieses Jahr das erste Mal Brennesselsamen sammeln und trocknen, um sie imWinter als Vitaminspender übers Müsli zu streuen. Bin mal gespannt, wie das ankommt…..

Zwetschgendatschi

Ihr seht, Erntezeit ist meine aktivste Zeit. Da stehe ich auch gerne mal früh auf, um vor der Arbeit noch schnell einen Zwetschgendatschi aus Quark-Öl-Teig zu backen. Bon Appetit!

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