Der Garten, die Berge und mein Heuschnupfenich

beimwadnern

Nachdem wir vor unserem Urlaub noch mal den ganzen Garten gesenst hatten, waren wir der Meinung “So schlimm kann es nach zwei Wochen ja nicht aussehen”. Ha! Wie naiv. Nicht umsonst ist das aktuelle Witterungsgeschehen als “Wachswetter” bekannt. Die Tatsache, dass sich zwischen unseren Wohnblocks gerade ein Grasland ausbreitet, zu dem nur noch die Büffelherden fehlen, hätte ein guter Hinweis auf das sein können, was uns im Garten erwartete: DSCHUNGEL!

Besonders schön war, dass unsere Kartoffeln sprießen ohne gießen und die Nacktschnecken bis jetzt nur die Hälfte des Spinats als Pfand genommen hatten. Wir hatten leider im Garten keinen Fotoapparat dabei, weil es eigentlich nur eine Stippvisite sein sollte. Daher hier exemplarisch ein Foto von meinem smarten Händi.

garten

Mehrere Lehren haben wir bisher gezogen:

1. So ein großer Garten macht viel, viel Arbeit. Mehr als wir je gedacht haben. Wenn man nicht wöchentlich mindestens  zweimal dort ist um zu sensen, Brombeeren zu schneiden und Unkraut aus dem Beet zu zupfen, bricht Wildwuchs aus.

2. So ein großer, verwilderter Garten ist andererseits auch ein Naturparadies, mit tollen Käfern, Blindschleichen und nistenden Spechten.

3. So ein goßer Garten mit sehr viel Grasfläche ist ungeeignet für Allergiker. Blöd, dass die Erwachsenen in dieser Familie an Heuschnupfen und Co leiden. Trotz heftiger Einnahme von Medikamenten musste ich nach einer Stunde den Garten wieder verlassen.

4. So ein großer Garten ist für uns als Familie mit beschränktem Zeitkontigent nicht geeignet. Wir werden unseren Freunden noch bis Ende des Jahres zur Hand gehen, aber danach die Segel streichen. Nicht zu schaffen. Und mit Allergien schon dreimal nicht. Schade.

5. Wir werden uns jetzt auf unseren Selbstversorgerbalkon konzentrieren, auch wenn wir gesehen haben, wie viel man wirklich anbauen muss, um eine so gefräßige Familie wie die unsere zu versorgen. Da reichen dann weder der Acker noch der Balkon. Aber immerhin versorgen wir uns selber mit Kräutern, Ruccola, Sauerampfer und Bohnen!

6. Wenn wir jemals einen eigenen Garten haben werden, dann sollte der eher ein Cottage Garden mit Hochbeeten, Stauden, Spalierobst sein aber auf jeden Fall OHNE Gras oder Rasen. Hatschi.

 

Ach so, wo wir waren? Natürlich wieder auf “unserer” Berghütte. Wieder mit allem: Schnee, Sonne, Badewetter und Hüttengaudi. Schee wars. Wie immer leide ich danach an aktuem Heimweh nach Alpenvorland, Alpen, Alpenseen und FM4 Morning Show mit Stuart Freeman. Und genauso wie Pastis nur so richtig gut in Südfrankreich schmeckt, klingt FM4 auch nur mit Alpenpanorama so richtig gut. Seufz. Hier ein paar Impressionen als Zuckerl:

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Beim Wandern.

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Der Thiersee. Oder Kästnerfans besser gekannt als Seebühl am Bühlsee.

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“Unsere” Hütte auf der Ackernalm.

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Unsere Hütte von der andere Seite der Alm aus gesehen.

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Murmeltiere!

gewiiterimberg

Gewitter in den Bergen – was ganz was feines, vor allem wenn man drinnen ist.

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