Archive for February, 2012

Neu entdeckt: Risi-e-Bisi

Sunday, February 12th, 2012

Während draußen fluffige Schneeflocken vorbeistieben und unsere Dachterasse in eine winterliche Märchenwelt verwandelten, war mir nach Italien und nahrhaftem Essen.

Wie wäre es mit Reis? Risotto? Ein Blick in das Tiefkühlfach und Erbsen sprangen mir förmlich entgegen. Tatsächlich fielen sie mir entgegen, unser Tiefkühlfach ist sehr voll… dass schrie nach einem Gericht, das vor 30 Jahren das letzte Mal richtig in Mode war: Risi-e-Bisi. Ich konnte mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie das schmeckt. (Hervorragend, übrigens.) Also ran an den Topf und losgerührt.

Zutaten
450g tiefgekühlte Erbsen
250g Milch-oder Arborio-Reis
1,2 L Fleisch-oder Gemüsebrühe
70g Bacon, gewürfelt
etwas TK-Petersilie
Parmesan
1 Zwiebel, fein gewürfelt
Butter
Salz, Pfeffer,

In einem großen Topf 2 EL Butter schmelzen lassen. Darin den Speck und die Zwiebelwürfel andünsten.

Wenn die Zwiebeln goldgelb sind, kommt der Reis dazu. Weiter rühren, rühren, rühren und dann die ersten 0,5 L der Brühe angießen. Erbsen und TK-Petersilie hinzugeben und köcheln lassen. Immer mal wieder rühren, damit der Reis nicht ansetzt. Nach und nach den Rest der Brühe hinzugeben, immer wieder rühren.

Währenddessen eine andere Person damit beauftragen, den Parmesan zu reiben – ca. eine Handvoll – wenn man vergessen hat, dass vorzubereiten. Ist die Brühe vom Reis komplett aufgesogen, Herdplatte abstellen und noch kurz ruhen lassen. Ein kleines Löffelchen voll probieren (eine Löffelchen!); der Reis sollte jetzt schön weich und nicht mehr bissfest sein. Um die cremige Konsistenz zu unterstreichen, nochmal einen Esslöffel Butter sowie die Handvoll Parmesan vorsichtig unterrühren.

Noch kurz zur Kochzeit: Bei mir hat das ganz ca. 30 Minuten gedauert. Es sollte der Reis nicht mehr kernig, die Erbsen aber noch nicht Mus sein. Daher die Erbsen vorher NICHT auftauen! Ich habe stinknormalen Milchreis verwendet und der war perfekt.

Mit Pfeffer würzen, gegebenenfalls noch ein wenig salzen, aber eigentlich reicht das Salz im Bacon, der Brühe und im Parmesan aus.

Auf Teller geben, mit Petersilie anrichten und genießen. Buon Appetito.

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Selbermachsamstag: Eiscreme

Saturday, February 11th, 2012

Ich weiß, vielen liegt momentan nichts ferner, als Eis zu essen. Dabei ist Eis auch im Winter ein Genuss, wenn man es mit warmem Gebäck vereint. In diesem Fall Scones, die ich nach einem wirklich supereinfachen Rezept von Hugh Fearnley-Whittingstall gebacken habe. (Das Rezept befindet sich etwas weiter unten auf der verlinkten Seite.) Dazu gab es selbstgemachte Erdbeermarmelade von Mama. Ein Gedicht.

Weil wir in unserer Familie wissenschaftliche Experimente lieben, hat Herr Speisekammer mit Sohnemann kurzerhand eine kleine Eismaschine gebaut.

Dazu braucht man:
einen großen Behälter, möglichst stabil
einen kleineren Metalltopf
reichlich Schnee
zwei Packungen Speise-Salz

Für die Eiscreme haben wir verwendet:
1 Packung Sahne
1 Joghurt
reichlich Puderzucker (halbe Packung)
das Innere einer halben Vanilleschote

Zuerst schaufelt man reichlich Schnee in den größeren Behälter und vermischt ihn mit dem Salz. Das hat den verrückten Effekt, dass der Schnee erstmal extrem runterkühlt – weil das Salz und der Schnee eigentlich schmelzen wollen und dafür sämtliche Schmelzwärme aus der Umgebung ziehen, welche wird, ergo: KALT. (Wir hatten -20°C zum Schluss). Das ganze nennt sich Kältemischung.

Sahne, Joghurt, Puderzucker und Vanille im Metalltopf mit einem Schneebesen ordentlich verrühren. Metalltopf auf den Balkon bringen und in die Kältmischung stellen. Schnell sieht man am Rande erste Eiskristallbildung. Jetzt heißt es fleißig rühren (am besten mit einem Holzlöffel), damit die Eiscreme nicht zu einem Block gefriert sondern auch richtig cremig wird. Das erfordert einiges an Kraft, denn das Zeug wird sehr schnell sehr kalt.

Doch es lohnt sich: Scones mit selbstgemachter Vanilleeiscreme und Erdbeermarmelade. Und alle sind froh.

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Fairy Cakes zum Aufwärmen

Saturday, February 4th, 2012

Es soll in Kanada Leute geben, die im Winter den Ofen an und die Ofentür aufmachen. So kalt ist das da.

Ich mache auch den Ofen an, wegen bekannter Großwetterlage, aber die ganze Energie nur zum Heizen zu verwenden, kam mir ineffizient vor. Und weil man sich auch von innen wärmen sollte, ergo eine Speckrolle anfuttern, habe ich Fairy Cakes gemacht. Das Rezept stammt von der guten Nigella Lawson, die für vieles bekannt ist außer für schlanke Küche.

Die Kuchen sind gut gelungen, allerdings hatte ich etwas Probleme mit dem Frosting. Aber Übung macht bekanntlich den Meister, weswegen morgen gleich weitergebacken werden muss.

Fairy Cakes von Nigella Lawson

125g Butter, weich
125g Zucker
2 große Eier
125 g Mehl
1 TL Backpulver
etwas Vanillezucker
3 TL Milch

Für das Frosting
250g Puderzucker
125 g Frischkäse
1 TL Zitronensaft

Ofen auf 200°C vorheizen. Die Zutaten für die Küchlein alle bis auf die Milch in eine Rührschüssel geben und mit dem Handrührgerät cremig schlagen. Dann Löffelweise die Milch dazugeben und unterrühren. Es sieht nach wenig Teig aus, aber er wird wunderbar fluffig und füllt die Förmchen später gut aus!

Den Teig gleichmäßig auf 12 Muffinformen verteilen. Für 15 Minuten im Ofen backen, vor der Entnahme mit einem Holzspieß testen, ob sie wirklich durch sind. Fertige Kuchen auf einem Rost auskühlen lassen und währenddessen das Frosting herstellen. Dazu den Frischkäse mit dem Zitronensaft glatt rühren. Den Puderzucker nach und nach dazusieben (dauert ewig….) und mit dem Handrührer unterschlagen. Ich hatte noch Lebensmittelfarbe im Haus und habe darum gleich zugeschlagen (fairy, Fee, rosa, Lillyfee?). Wenn die Kuchen kühl sind, mit einem Buttermesser das Frosting auftragen. Meines war etwas flüssig, vielleicht weil ich zuviel Puderzucker neben die Schüssel gesiebt habe oder zu großzügig mit dem Zitronensaft war.

Einen Tee oder Kaffee kochen und den ersten Fairy Cake noch vor dem warmen Ofen stehend genießen. Enjoy!

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Mein Bestes – Die Thermo-Kaffeetasse

Friday, February 3rd, 2012

Ab heute gibt es eine neue Reihe: “Mein Bestes”. Das sagt der Würschtelgott wenn er etwas besonders mag. Und was mag Frau Speisekammer?

Bei diesen Temperaturen ihren Thermokaffeebecher aus Porzellan. Denn mit zwei Kindern im Haus wird in normalen Tassen der Kaffee oft kalt. Auch wenn das schön machen soll – Frau Speisekammer trinkt lieber warm. Natürlich ist er rot mit weißen Punkten, was die Laune hebt wenn der Himmel gräut und das Thermometer kaputt ist (ehrlich, -10°C?).

Modell erstanden im örtlichen Tee-Kaffee-Geschäft für zehn Euronen. Daneben zu sehen meine Mittagslektüre, frisch gebracht von einem frostigen Hermes-Boten.

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