Kappessupp’ (mal was mit Kohl)
Vor längerem wurde ich nach einem Rezept für Weißkohl gefragt. Der Weißkohl in meinem Gemüsefach ist so alt wie die Anfrage. Kohl hält nun mal bekanntlich ewig und weil das Wetter so nach Suppe ist, heute hier ein altes Rezept meiner Mama, das ich schon völlig vergessen hatte: Kappessupp’. Kommt aus dem Rheinland und ist zwar nicht fleischlos (so viel zu den Vorsätzen), aber deftig, lecker und gesund.
Das ganze ist im Endeffekt eine Rinderbrühe mit Kohl-Kartoffel-Einlage.
Zutaten:
1 halber Weißkohl
1 Handvoll Kartoffeln
2 EL Kümmel
für die Rinderbrühe:
1 Beinscheibe vom Rind
2 Möhren
1 Scheibe Sellerie
1 Stange Lauch
1 Lorbeerblatt
Salz, Pfeffer
Zuerst stellt man eine Rinderbrühe her. Dazu Suppengemüse waschen, putzen und in feine Würfel schneiden. Besonders gut geht das natürlich, wenn man so ein tolles japanisches Supermesser hat wie ich. (Einmal im Leben Kochsnob sein!).

Ca. 3 Liter kaltes Wasser in einen großen Suppentopf geben, dann die Beinscheibe dazu. Zum Kochen bringen, dann erst das Suppengemüse dazugeben und 2 Stunden bei kleiner Flamme köcheln lassen. Kurz vor Ende der Garzeit den Kohl in feine Streifen hobeln (ich sach nur: Supermesser!!), Kartoffeln schälen und in Würfel schneiden. Mit einem Schaumlöffel das Fleisch aus der Brühe nehmen, vom Knochen lösen und in feine Würfel schneiden (Superm… ach lassen wir das.) Dann die 2 EL Kümmel, Fleischwürfel, gehobelten Kohl sowie Kartoffeln in die Brühe geben und nochmal eine halbe Stunde garen lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Dazu schmeckt Bauernbrot. Am besten nach einem langen Winterspaziergang genießen. Bon Appetit.


