Frugal Girl hat 2008 den “Food Waste Friday” ins Leben gerufen. Dabei geht es darum, vor der Internetgemeinde zu gestehen, wie viel Lebensmittel man in einer Woche weggeworfen hat. Diese Art des öffentlichen Hosenherunterlassens soll helfen, sich zu disziplinieren.
Auch wenn hier oft Reste verwertet werden, Katastrophen in Pflaumenmus umgekocht und nach Plan eingekauft wird: das eine oder anderen fliegt auch bei mir in den Müll. Einige Zwischenfälle habe ich ja bereits gestanden, vieles aber totgeschwiegen. Zeit also, auch mal die Hosen herunter zu lassen:
Mein “Food Waste Friday”
Diese Woche stand ganz unter dem Zeichen von Schimmel. Ob es was mit der warm-feuchten Witterung oder unachtsamen Einkauf zu tun hatte, weiß ich nicht, aber im Müll landeten:
- 1 ganze Packung Heidelbeeren, komplett mit orangenem und weißem Schimmel überzogen
- 1 gute Handvoll Himbeeren, ebenda
- 1 Handvoll angegammelter, nicht rechtzeitig verarbeiteter Pflaumen (die Speisekammer berichtete)
- 1 Packung Schmand, drei Wochen über dem Verfallsdatum, aufgebläht und gelblich – hatte sich im hintersten Eck des Kühlschranks versteckt
- mehrere angelutschte Brotreste meines Sohnes (gemäß der Grundregeln 1 und 2: 1. Eine Mutter ist kein Mülleimer. 2. Bereits eingespeicheltes Essen muss nicht mehr von Dritten verzehrt werden)
- 1 Handvoll zum dritten Mal aufgewärmter und dadurch ungenießbar gewordener Nudelreste
Nun würde mich natürlich interessieren, wie das bei meinen Lesern aussieht. Wer traut sich?
Update: Zu obiger Liste kommt noch ein viertelvolles Glas Bio-Magerquark direkt vom Hof. Das Glas war verbilligt weil nur bis heute haltbar, aber offensichtlich nur bis 20.9.2010, 00 Uhr, denn ein Mitglied der Familie leidet nach Genuss dieses Quarks unter Übelkeit und Durchfall. Sorry, Bio-AbHof-vermutlichausRohmilch-Quark. Das ist ein Dealbreaker.