August 1st, 2010

Zum ersten Teil der Ratatouille-Saga bitte hier entlang.

Alternativ zu den Weck-Gläsern kann man zum Einkochen alte Gurkengläser nehmen. Allerdings sollte man das im Schnitt nur eine Saison tun, weil das Gummi in den Metalldeckeln maximal eine Einkochsession überlebt. Wer Einkochen also erstmal ausprobieren möchte, kann das auch damit tun. Oder bei Oma, Mama, Tante, Nachbarin fragen, ob diese Einweckgläser abzugeben haben. Wir haben unsere teils auf Ebay, teils bei Weck direkt bestellt. Die dazugehörigen Ringe und Klammern gibt es in gut sortieren Haushaltswarenläden.

Die Gläser müssen gründlich gespült und abschließend mit heißem Wasser ausgewaschen werden. Achtung: Verbrennungsgefahr! Klammern und Gummis auf Materialschäden prüfen und beiseite legen.

Nun das Ratatouille in die Gläser einfüllen. Dann den Rand mit einem sauberen Tuch oder einem Stück Haushaltspapier abwischen – Speisereste zwischen Gummi, Glasdeckel und Rand könnten zu undichten Stellen führen, die verhindern dass das Glas keimfrei bleibt.

Gummiring auf den Glasdeckel legen und Glas verschließen. Mit zwei Klammern fixieren. Da die Gläser keinen direkten Kontakt mit dem Boden des Topfes haben dürfen, in den man sie zum Einkochen stellt, (sie platzen sonst!), haben wir uns passend ein Lochblech mit 1cm langen rostfreien Edelstahlschrauben als Füßen gebastelt. Alternativ kann man entsprechende Gitter bei einem bekannten Onlineauktionshaus kaufen. Die Gläser auf den Abstandshalter im Topf stellen und den Topf mit Wasser füllen. Den Einmachgläser muss das Wasser quasi bis zum Hals also bis kurz unterm Rand stehen. Platte anmachen, falls es noch passt den Deckel auf den Topf und sobald das Wasser kocht den Timer auf 20 Minuten stellen. Sind diese um, Topf vom Herd nehmen und Gläser nach kurzem Abkühlen VORSICHTIG! MIT ENTSPRECHENDEM SCHUTZ GEGEN VERBRENNUNGEN UND VERBRÜHUNGEN! entnehmen, weitere Gläser rein und Vorgang wiederholen, bis alle Gläser eingekocht sind. Ich weise an dieser Stelle nochmal darauf hin, dass man auch bequem im Ofen einkochen kann. Infos dazu im Artikel zum Rhabarber.

Sind die Gläser abgekühlt, kann man die Klammern entfernen. Jetzt testen, ob sich auch wirklich ein Vakuum gebildet hat und das Glas haltbar gemacht worden ist: vorsichtig nur am Deckel hochheben. Löst sich der Deckel, gibt es Ratatouille zu Mittag. Löst er sich nicht, wartet das Glas auf jenen stürmischen Winterabend, an dem es einem nach Sommer auf dem Teller gelüstet. Bon Appetit.