Unlängst erhielt ich von meiner Schwiegermutter ein großes Bastkörbchen mit Mirabellen. “Die Bäume am Wegesrand hängen voll mit reifen Früchten, die niemand erntet. Das verstehe ich nicht,” sagte sie. Vor kurzem habe ich bei einem Spaziergang wilde Pflaumen von einem Strauch gepflückt, der auf einem verwilderten Obstgarten stand. Und letztes Jahr haben wir aus 2 kg vom Boden aufgeklaubten Birnen Kompott gekocht. Rechts und Links der Wege, in Parks, auf verwilderten Grundstücken – immer wieder gibt es Obst, das nicht mehr geerntet wird. Verrottet.
“Schade!”, dachten sich die Organisatoren von Mundraub.org, die nun erstmalig im Internet eine interaktive Karte erarbeitet haben, auf der man selbst Fundstellen herrenloses Obst eintragen kann sowie nachschauen, wo es in der Nähe Erntemöglichkeiten gibt. Außerdem können potentielle Besitzer, die zu ermitteln bisher oft unmöglich war, ihr Obst quasi freigeben. Damit man ohne schlechtes Gewissen ernten kann. Großes Lob an Mundraub! Und Dank an den Sugarhigh Newsletter für den Hinweis.