Gemüse der Saison stellt sich vor: Radieserl

Meine schönste Erinnerung an die Kindergartenzeit ist an das Osterfrühstück, bei dem es neben Schnittlauch- und Kressebrot auch Radieschen auf die Stulle gab. Daher heute in der modernen Speisekammer: alles über das Radieserl.

Radieschen sind Frühlingsboten, denn erste Sorten können bereits im März im Freiland ausgesäht und im April geerntet werden. Wegen ihrer kurzen Wachstumsphase (4 Wochen) sind Radieschen sehr gut zum selber ziehen geeignet. Auch auf Wochenmärkten und im Supermarkt kann man frische Exemplare bekommen. Von Ware mit welkem Grün unbedingt die Finger lassen! Das rote Knöllchen ist gesund: Radieserl sind reich an Vitamin C, Eisen, Calcium und Magnesium. Und durch seine milde Schärfe ist es auch ein prima Muntermacher. Der Schärfegehalt hängt übrigens zum großen Teil von der Bodenbeschaffenheit ab: je höher der Wassergehalt, desto milder werden die Radieschen.

Lagerung: nach dem Kauf am besten die Blätter entfernen. Die Knollen gewaschen und geputzt in einer Plastiktüten im Gemüsefach des Kühlschrank lagern. So halten sie sich ein paar Tage.

Wie isst man die?
1. Einfach in dünne Scheiben geschnitten aufs Butterbrot und ein bisschen salzen.
2. Noch einfacher: am Stück zu Brezn und Obazder.
3. Raffitückisch: Radieschen-Kräuter-Quark. In selbstgemachten Kräuter-Quark grob geraffelte Radieserl geben. Sofort servieren, da der Quark sich durch die Radieschen rosa färben kann. Oder einfach eine farblose Sorte wählen, zum Beispiel “Eiszapfen”.
4. Auf www.chefkoch.de gibt es weitere sagenhafte Rezepte mit Radieschen
5. In Amerika scheinen Radieserl “English Breakfast Radishes” zu heißen. Hier ein sehr einfaches Rezept für einen Radieschensalat. Yum!
6. Auch als Beilage zu Couscousbällchen sehr zu empfehlen.

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