Archive for January, 2010

Wintersalate: Fenchel-Apfel-Chicoree Salat mit Dattelvinaigrette

Saturday, January 23rd, 2010

Winter ist in Bezug auf frischen Salat eine traurige Zeit. Das einzige was frisch ist, ist das Wetter. Kopfsalat, Eisbergsalat (der Name täuscht, er wächst nicht in Grönland!) und Gurken sind fad, schmecken höchstens nach Kunstdünger und sind TEUER! Aber: nicht verzagen. Es gibt leckere Alternativen und davon möchte ich eine vorstellen: der Fenchel-Apfel-Chicoree Salat mit Dattelvinaigrette. Chicoree ist klassiches Wintergemüse und momentan relativ günstig zu erhalten.

Man nehme:

Je nach Personenzahl:

1 -2 Knollen Fenchel

1 -2 Stauden Chicoree

1/2 -1 Apfel, säuerliche Sorte (hier: Rubinette)

Für die Vinaigrette:

4-6 Datteln (getrocknet oder frisch)

2-4 Esslöffel Olivenöl

Zitronensaft, Salz, Pfeffer, etwas Wasser

Zuerst die Vinaigrette machen. Dazu die Datteln fein würfeln, Olivenöl, Zitronensaft, Wasser, Salz und Pfeffer nach Geschmack dazugeben und zu einer cremige Sauce rühren. Man kann das auch im Shaker machen oder, wer es ganz fein mag, das Ganze pürieren.

Dann den Apfel und den Fenchel in feine Scheiben schneiden und sofort mit der Vinaigrette vermengen. So vermeidet man, dass beide braun werden.

Chicoree waschen, halbieren, Strunk rausschneiden und in feine Streifen schneiden. Zum Salat geben.

Dazu schmeckt Bauernbrot mit Butter, der Salat ist aber auch ein prima Begleiter zu Bratengerichten. Bon Appetit.

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Tipp der Woche: Wintersalate

Friday, January 22nd, 2010

Jetzt keinen Kopfsalat, Gurken oder Tomaten kaufen sondern Wintersalate wie Endivien, Chicoree, Radicchio oder Feldsalat. Ist billiger, gesünder  und umweltfreundlicher. Da diese Salat Kälte gut vertragen, und Wärme nicht so gerne haben, am besten im Kühlschrank lagern. Feldsalat ist vergänglicher als die anderen Sorten, er hält sich maximal 3 Tage. Besser in kleineren Mengen frisch kaufen.

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Lieblingszeit: Beerenzeit

Friday, January 22nd, 2010

Aufgenommen: Juni 2009
Tischdecke: Erbstück von Mama
Teller: Echtes Meißner
Erdbeeren: sonnenwarm, direkt vom Feld.
Sehnsucht: grenzenlos.

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Lieblingsmahlzeit: Brotzeit

Tuesday, January 19th, 2010

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Kulturgeschichte der Vinaigrette (mit Rezept)

Monday, January 18th, 2010

Aus dem Netz gefischt: Auf Spiegel Online berichtet Hobbykoch Peter Wagner über die Geburtsstunde der Vinaigrette, deckt kulinarische Missverständnisse auf und postet ein Rezept für Apfelvinaigrette. Bon Appetit.

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Meine schnelle vegetarische Lasagne

Monday, January 18th, 2010

In einer vegetarischen Lasagne kann man gut Gemüsereste unterbringen, zum Beispiel olle Möhren, Sellerie oder Auberginen. Es gehen auch gut Zucchini, Fenchel und Pilze, die ich aber alle nicht da hatte. Die roten Linsen liefern Proteine und geben der fleischlosen Füllung eine cremige Konsistenz.

Zutaten für 3-4 Personen:


Für die fleischlose Füllung:
1 größere Aubergine
2 Möhren
2 Stangen Staudensellerie
1 handvoll gewürfelter Knollensellerie
1 halbe Zwiebel
1-2 Knoblauchzehen
5 Esslöffel rote Linsen
1 Dose gewürfelte Tomaten
Salz
Pfeffer
Gemüsebrühe
Rosmarin
Oregano
Olivenöl zum Anbraten

Für die Bechamelsauce:
0,9 l Milch
50g Butter
50g Mehl
etwas Schmand
viel geriebene Muskatnuss
Salz, Pfeffer

Außerdem:
Ich habe Lasagneplatten OHNE Vorkochen von Barilla verwendet. Das geht schneller und die brauchen nur 20 Minuten im Ofen. Gut für Eilige.
Parmesan braucht man auch.

Füllung sin carne:

Die Aubergine würfeln und in Salzwasser einlegen.
Möhren und Stangensellerie waschen und in dünne Scheiben schneiden.
Zwiebel und Knoblauchzehe fein würfeln.
Das Olivenöl in einer Pfanne erhitzen.
Dann Zwiebel und Knoblauch bei mittlerer Hitze anschwitzen, bis sie schön glasig sind. Den gewürfelten Sellerie, die Möhren, den Stangensellerie dazugeben. Unter Rühren anschwitzen. Die Auberginenwürfel abgießen, etwas auspressen und mit den Linsen in die Pfanne geben. Kurz nochmal anbraten, dann mit den Tomaten aus der Dose aufgießen.
Mit Salz, Pfeffer, einem Teelöffel Gemüsebrühe sowie Rosmarin und Oregano würzen. Eventuell etwas Wasser zugießen, und auf kleiner Flamme so lange köcheln, bis man mit den anderen Kram fertig ist, mindestens jedoch bis die Linsen weich sind.

Die Bechamelsauce:


Die Bechamelsauce ist das Herzstück der Lasagne. Man verwende sie reichlich, denn sie sorgt dafür, dass die Lasagneplatten schön weichgaren in Ofen.
In einem Topf Butter schmelzen. Achtung: nicht zu heiß werden lassen!
Das Mehl darin anschwitzen, bis es goldgelb ist. Vorsichtig mit der Milch angießen und dabei rühren, rühren, rühren.
Topf von der Platte nehmen und weiterühren, bis die Bechamelsauce eine schön cremige Konsistenz hat. Sie darf nicht zu dick sein, sollte das passieren, einfach noch ein bißchen angewärmte Milch unterühren. Mit Muskatnuss, Salz und Pfeffer würzen. Ich hatte noch Rest von Schmand im Kühlschrank, die ich zum Schluss dazugegeben habe. Das sorgt für einen frischen, leicht säuerlichen Geschmack, der gut zum Gemüse passt.

Schichtenlook:


Ofen auf 200° C vorheizen und mit dem Schichten in eine Auflaufform beginnen.
1. Schicht: Bechamelsauce
2. Schicht: je nach Auflaufformgröße 2-3 Lasagneplatten
3. Schicht: Bechamelsauce
4. Schicht: Fleischlose Füllung
5. Schicht: ein bißchen geriebener Parmesan
6. Schicht: 2-3 Lasagneplatten
7. Schicht: Bechamelsauce
8. Schicht: Fleischlose Füllung
9. Schicht: ein bißchen geriebener Parmesan
10. Schicht: 2-3 Lasagneplatten
11. Schicht: Fleischlose Füllung
12. Schicht: Bechamelsauce und jede Menge geriebener Parmesan

Wichtig ist, dass die Lasagneplatten immer komplett mit Sauce bedeckt sind, herausguckende Ecken werden nämlich knusprig hart und Lasagne soll ja cremig weich sein. Also alles schön verteilen. Sieht letztendlich so aus:

Ab in den Ofen und bei 200° C 20 Minuten backen. Die Zubereitung dauerte alles in allem ca. 45 Minuten. Ein Foto der fertigen Lasagne exisitiert nicht, weil der Hunger mal wieder größer war … Dazu passt gut ein großer bunter Salat. Bon Appetit.

Tipp:
Die Lasagne schmeckt auch aufgewärmt hervorragend, wenn nicht sogar besser. Man kann sie also Abends gut vorbereiten für den nächsten Tag oder Reste mit ins Büro nehmen und dort unter neidvollen Blicken Leberkassemmel essender Kollegen verspeisen.

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Resteverwertung: Alte Brötchen, Semmeln, Wecken, Rundstücke, Brezn

Thursday, January 14th, 2010

Wirklich olle Reste:

In meinem Bemühen, nichts Essbares mehr wegzuwerfen, habe ich jeden noch so kleinen Semmel- und Breznrest aufgehoben. Manches Exemplar dort oben ist bestimmt 3 Monate alt! Wenn man das trocken lagert, schimmelt es nicht und wird einfach nur hart. Sehr hart. Anstatt Semmelbrösel (die übliche Verwertung von steinalthartem Brot) wollte ich Semmelknödel draus machen.

Erster Schritt: Kleinhacken

Die Semmelreste in mundgerechte Stücke hacken / schneiden. Auf die Finger aufpassen!


Dann mit warmer Milch, in der ein bißchen geschmolzene Butter gelöst ist, einweichen. Für 300 g Semmelreste 150 ml Milch und 30g Butter verwenden. Hier tat sich dann mein Problem auf: einige der Semmelreste blieben STEINHART. Andere matschten zu einem appetitlichen Brei. Verzweifelter Anruf bei der Küchengöttin (aka Mamaaaaaaa). Da erfuhr ich dann, dass man für Semmelknödel “altbackene” Brötchen nimmt, dh. maximal 3 Tage alt. Aus den älteren Exemplare macht man doch wohl eher Semmelbrösel. *Mist*. Aber ich gebe mich nicht geschlagen und versuche es mit der Schuhbeckschen Knödelwurst.


Dafür gebe ich noch 3 Eier in die wilde Mischung und lasse das ganze den Nachmittag über ziehen. Schneller Planwechsel: das Abendbrot gibt es jetzt Mittags und das Knödelprojekt wird auf den Abend verschoben.

Gerettet mit Materialien aus der Weltraumtechnik:


Man nehme ein ausreichend großes Stück Alufolie, forme den Knödelteig zu einer länglichen Wurst. Dann die Teigmasse in die Mitte der Alufolie legen, diese drumherum wickeln und oben zusammenschlagen. Die Ende hochbiegen. Das Aluwürschtel in eine Pfanne legen und mit Wasser angießen, ungefähr bis zu halben Höhe der Wurst. Aufkochen lassen und bei geringer Hitze ca. 20 Minuten köcheln lassen. Dann vorsichtig! Mit Handschuhen! Und adequaten Hilfsmitteln! Die Aluwurst aus dem Wasser nehmen. Vorsichtig auswickeln. Die Semmelwurst in Scheiben schneiden.


Diese dann in lecker Butter anbraten. Das sieht zwar ein bißchen fies aus, aber hurra! Es schmeckt. Und wir sind alle noch am Leben, das heißt es war sogar genießbar. Und ich musste die alten Semmeln nicht wegwerfen. Mission accomplished. Aber ich vermute, man könnte das doch eleganter hinkriegen…

Was passt dazu?

Bei uns gabs dazu Pilzpfanne. Lecker schmeckt dazu auch ein Salat. Bon Appetit.

Ein weiteres tolle Rezept für altes Brot findet man auf der englischsprachigen Seite von Oxfam. Hier stellt “Oxfam’s Green Granny” viele Tipps auf Video ein. Vorbildlich!

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Die Reste vom Feste

Friday, January 1st, 2010

Nachdem ich mich langsam von den Feiertagen erhole, möchte ich hier in Rückschau meinen Bratensrestesalat posten. Am 1. Weihnachtsfeiertag gab es bei uns statt der üblichen Ente oder Gans einen italienischen Putenrollbraten, dazu Nudeln, Fenchel-Möhren-Gemüse und einen kleinen grünen Salat. Wir hatten einen Gast, dessen Fassungsvermögen ich etwas überschätzt habe. Wenn ich mehr Ahnung hätte, wüsste ich noch, welchen Wein wir dazu getrunken haben, da er aber zufällig aus dem Vorrat gegriffen war, weiß ich nurnoch: er war lecker. Und rot.

Die feiertäglichen Reste:

Die bunten Muschelnudeln waren klasse, und mit einem Blick auf die Reste wusste ich: das schreit mal wieder förmlich nach Restesalat. Die Idee, Bratenreste zu Salat zu verarbeiten, ist nicht neu, ich kann mich erinnern, dass es das bei meiner Mutter auch gab, mit Kartoffeln, sauren Gurken und einer noch saureren Majosauce. Das war fast immer das Beste am Braten…

Aus Resten wird Salat:

Als erstes nimmt man die vorhandenen Reste – in diesem Fall Nudeln, Braten mit Füllung und Gemüse – und schneidet sie in mundgerechte Stücke. In eine große Salatschüssel tun.

Kleine Helferlein:

Was sich in Nudelrestesalaten immer gut macht, sind eingelegte, getrocknete Tomaten. Vor allem im Winter, wenn das Angebot an frischen, geschmackigen Tomaten rar ist. Sparsam damit umgehen, und das Öl immer ein bißchen abtropfen lassen. Sonst hat man auf seinem Schneidebrett einen kleinen, zähen Ölsee (siehe oben).

Rohkost rules Restesalat:

Dann sollte noch etwas frisches Gemüse an den Salat. Ich hatte noch Fenchelreste im Kühlschrank, die ich ganz fein geschnitten dazugegeben habe.

Bratenreste im siebten Salathimmel:

Und noch ein, zwei Möhren drüberraspeln. Alles zusammenmischen. Zur Salatsauce: ich habe hier zwei Esslöffel Olivenöl und zwei Esslöffel Zitronensaft drangeben.
Dann vorsichtig mit Salz und Pfeffer abschmecken, je nachdem, wie würzig der Braten und die Nudeln sind, braucht es da garnicht mehr viel von.

Schmeckt lecker als Abendbrot oder zum Brunch. Bon Appetit.

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