November 2nd, 2009

In einigen Grundkochbüchern und auch bei meinem britischen Lieblingskoch Jamie O. finden sich immer wieder Listen von Dingen, die man unbedingt in seinem Vorratsschrank aka Speisekammer haben sollte. Allerdings sind da oft ganz schön affektierte Lebensmittel darunter (zB Reiswein, Fischsauce, Anchovies oder spezielles Pastamehl). Anhand meiner Kochgewohnheiten habe ich hier mal eine Liste von wirklich grundlegenden Zutaten zusammengestellt. Natürlich ist das nichts für Veganer/Vegetarier (Thunfisch, ihh), aber die können ja einfach ein paar Dosen Bohnen stattdessen einlagern. Auch Leute mit Lebensmittelallergien wissen bestimmt genau, was sie da von der Liste streichen sollten.

    Weizenmehl: Typ 505. Für Freunde des Vollkorns würde ich Dinkelvollkorn empfehlen, beides kann man auch gerne mischen. Ausschließlich Vollkorn ist nicht so gut, damit kriegt man keine fluffy Pancakes hin.

    Zucker: Rohrzucker und Raffinadezucker. Ersteren nehme ich gerne für Tee und Kaffee und für Cookies. Letzteren für feinere Bäckerein.

    Backpulver: und Natron. Kann man auch gut beim Badputzen gebrauchen.

    Vanillezucker: gekauft oder selbergemacht. Einfach Raffinadezucker in ein altes, gewaschene Gurkenglas geben, Vanilleschote dazu und ziehen lassen.

    Jod-Salz

    Pfeffer

    Eier: hier auf Haltbarkeit achten und ggf. in den Kühlschrank legen.

    Nudeln: Spaghetti, Penne, normal und wer mag auch aus Vollkorn.

    Dosentomaten:am besten sind die ganzen Tomaten. Vor dem Kochen mit einem Messer kleinhacken. Gute Alternative zu den Treibhaustomaten, die nach nichts schmecken.

    Tomatenmark: nach Anbruch im Kühlschrank lagern. Für alles, was ein bißchen tomatig schmecken soll. Aber sparsam verwenden!

    Rote Linsen: lassen sich spontan kochen und müssen vorher nicht eingeweicht werden.

    Kichererbsen: die Vorgekochten aus der Dose sind am einfachsten zu verwenden.

    Reis: Rundkornreis, Basmati und Milchreis, den man auch super für Risotto verwenden kann.

    Getrocknete Steinpilze: zaubern zusammen mit einer Handvoll Champignons leckere Pilzgerichte.

    Thunfisch: aus der Dose. Auf Herkunft und Fangart achen. Für Pasta und Salate.

    Gekörnte Brühe: Gemüse und evtl. Huhn, als Gewürz für diverse Suppen und Eintöpfe.

    H-Schlagsahne: hier auf Verfallsdatum achten und regelmäßig überprüfen. Kann aber auch gut eine Wochen über dem Verfallsdatum verwendet werden. Einfach probieren, man schmeckt sofort, wenn die nicht mehr koscher ist.

    Senf

    Olivenöl

    neutrales Öl: zum Beispiel Sonnenblume, Distel, Walnuß oder ähnliches.

    Essig: ein heller und ein dunkler.

    Couscous: die blitzschnell gekochte Beilage.

    Zwiebeln: auf richtige Lagerung achten. Angebrochene Zwiebel in ein eigens dafür vorgesehenes Zwiebelglas (zum Beispiel altes Marmeladenglas) in den Kühlschrank stellen.

    Knoblauch

    Kartoffeln: dunkel und nicht zu warm lagern.

    Karotten: Achtung bei der Lagerung. Als erstes raus aus der Plastiktüte. Am besten in Zeitungspapier einschlagen. Drohen sie trotzdem zu gammeln: schälen und in einer Tupperschachtel ins Gemüsefach des Kühlschranks. Dann machen sie es noch ein paar Tage.

    Bio-Zitronen: hier lässt sich die Schale unbedenklich mitverwenden. Zum Backen und für Drinks. Und für das besten Hühnergericht aller Zeiten.

    Für den Kühlschrank:
    Milch

    Butter

    Käse: eine Hartkäsesorte und Frischkäse

Mit diesen Lebensmitteln kommt man schon ziemlich weit. Natürlich hat jeder andere Vorlieben. Die Leser sind herzlich eingeladen, mitzuteilen, welche Lebensmittel in ihrem Vorratsschrank nicht fehlen dürfen. (Schokolade, gute Frau, Schokolade!) Das Gewürzregal werde ich natürlich auch noch vorstellen!