Besser Essen im Selbstversuch

Als ich kürzlich las, dass in Großbritannien von Privathaushalten jährlich bis zu 6.7 Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen werden, wurde mir ein bißchen mulmig. Als ich las, dass darunter TÄGLICH eine halbe Millionen Eier sind, wurde mir schlecht. Vor schlechtem Gewissen. Wie oft hatte ich schon einen ollen Leib Brot, Eier jenseits des Verfallsdatums oder gammeliges Obst weggeworfen. Für mich selber sah das ja immer wenig aus, aber wenn sich das zu so einer Gesamtmasse auswächst, wird es unangenehm. Mit welchem Selbstverständnis verschwendet man hier wertvolle Ressourcen? Kostet ja nix. Also, fast nix.

Mich hat interessiert, ob es für Deutschland vergleichbare Zahlen gibt. Auf meine Anfrage beim Bundesministerium für Verbraucherschutz kam eine Woche später die nüchterne Antwort: “Nach den hier vorliegenden Information gibt es in Deutschland keine statistischen Erhebungen zu der von Ihnen aufgeworfenen Fragestellung”. Gut, aber wie gesagt, man hat es ja selber oft genug getan. Olle Kartoffeln, weg damit. Olles Brot, ab inne Tonne. Oh Mann, langsam drehte sich mir der Magen um. Man kann es sich ja fast ausrechnen. Vor dem Hintergrund von immer höheren Nahrungsmittelpreisen in vor allem den ärmeren Ländern der Welt, und den Gedanken an “Nachhaltigkeit” (was immer man darunter verstehen mag, für mich eher so ein Gefühl) kam ich mir langsam schäbig und arrogant vor. Seit mein Sohn auf der Welt ist, liegt mir auch plötzlich viel mehr dem Konzept ZUKUNFT. Außerdem war mir nach Jahren von Singlehaushalterei, zwischen Bus und Bahn nen Döner und Tütensuppen nach besser Essen. Also beschloß ich, mich näher mit dem Thema Lebensmittel, Lebensmittelproduktion, Resteverwertung, Vorratshaltung, Einkaufsplanung, Bio vs. Konventioneller Anbau, Massentierhaltung, lokale Produkte, saisonale Produkte etc.pp. zu beschäftigen. Und das Haushalten im Selbstversuch zu erlernen.

Meine Erfahrungen will ich gerne teilen. Daher wird es hier in Zukunft geben: Tipps zum Einkauf. Tipps zur Vorratshaltung. Leckere Rezepte. Resteverwertung. Vergessene Lebensmittel. Gelegentlich mal ein Glossar. Und hoffentlich viele schöne Fotos (Food-Fotografie …. oh mei).

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